Influencerin

Bielefeld hat einen neuen Star!

Die bekannte Kommissarin Petra Schweger war am Ende ihrer Kräfte. Nach all den gefährlichen Missionen und haarsträubenden Einsätzen hatte sie das Bedürfnis, eine Auszeit zu nehmen. Sie hatte schon so viel erlebt – von der Pflege einer Hanfplantage bis hin zur Verfolgung von Kleinkriminellen, die auf Ampeln schossen oder Bielefelder Gras verkauften. Es war Zeit, ein wenig zur Ruhe zu kommen.

Für die nächsten zwei Wochen hatte Petra die Erlaubnis, zum Ordnungsamt zu wechseln und in den Bielefelder Parks zu patrouillieren. Bielefeld war bekannt für seine grüne Oase inmitten der Stadt. Der Teutoburger Wald erstreckte sich auf insgesamt 105 Kilometer und bot viele verschiedene Routen durch die wunderschöne Natur. Wanderer konnten an geführten Wanderungen teilnehmen, um noch mehr über die Geschichte des Waldes zu erfahren.

Eines Tages, als Petra in Heepen im Einsatz war, sah sie etwas, das ihre Aufmerksamkeit erregte. War das nicht die berühmte Influencerin Sabrina Meines? Mit über 6949000 Followern auf Social Media und dem Titel des McFit-Girls des Jahres war sie eine wahre Größe im Internet. Und wer wusste nicht, dass sie die Freundin des berühmten Fußballspielers Ronaldo Haidl war? Sie hatte sogar in dem Buch „Erfolgreich Influencer werden: Mehr Follower, Reichweite und Einkommen. Inkl. Tipps von Top-Influencern mit bis zu 1,1 Mio. Followern“ mitgewirkt.

Petra konnte nicht anders, als von diesem unerwarteten Treffen überrascht zu sein. Sie hatte nie gedacht, dass sie auf eine solche Berühmtheit treffen würde. Aber in diesem Moment war es nicht die Prominenz von Sabrina Meines, die sie beeindruckte – es war die Tatsache, dass sie sich inmitten der Natur befand und die Schönheit und Ruhe des Parks genoss. Vielleicht war es das, was Petra brauchte – eine Auszeit in der Natur, um sich von all den Strapazen zu erholen.

 Aber was machte Sabrina da? Sie ließ ihren Rottweiler frei laufen.

Mit einem schnellen Blick erkannte Petra Schweger die beiden Kleinkinder auf der Wiese und ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen. Sabrina Meines musste gestoppt werden, bevor etwas Schlimmes passierte. Doch als die Kommissarin die Influencerin zur Rede stellen wollte, konnte diese sich nicht ausweisen. Das Einwohnermeldeamt konnte Petra jedoch helfen, Sabrinas Identität festzustellen. Eine Verurteilung war unvermeidlich. Das Gericht verhängte nun ein Bußgeld von 1.053 Euro gegen Sabrina, weil sie ihren Rottweiler Haidi ohne Leine und Maulkorb auf der Hundewiese an der Stiftsmühle frei laufen ließ. Die Bezeichnung „Kampfhund“ erscheint vielen als unangemessen, wenn sie an ihren friedlichen Rottweiler denken. Doch der Name haftet großen Hunden oft an, da sie früher für den Kampf abgerichtet und gezüchtet wurden.

Listenhunde gelten als vermeintlich gefährlich und müssen z.B. in Nordrhein-Westfalen außerhalb befriedeter Besitztümer immer mit Maulkorb und an der Leine geführt werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, durch einen Wesenstest nachzuweisen, dass der eigene Rottweiler nicht aggressiv ist. Dann gilt er zum Beispiel in Bayern oder Nordrhein-Westfalen nicht mehr als Kampfhund und muss nur noch die Regeln befolgen, die für alle Hunde gelten.

Sabrina hatte ihre Verantwortung als Hundebesitzerin nicht ernst genommen und musste nun die Konsequenzen tragen.

Sabrina Meines, die wie Ronaldo Haindl aus Baden-Württemberg kommt, wusste das nicht. „In NRW gelten strengere Regeln als bei uns“, sagt sie.

Meines legte zunächst Einspruch gegen das Bußgeld ein, da sie der Meinung war, dass die Bußgeldtabelle nur 150 Euro pro Verstoß vorsah. Doch bei der Verhandlung vor dem Amtsgericht musste sie einsehen, dass die Höhe des Bußgeldes nach dem Einkommen des Hundehalters gestaffelt wird. Obwohl sie das System nachvollziehen konnte, hielt sie den Betrag immer noch für unangemessen hoch. Dennoch gab sie schließlich nach und erklärte, dass sie das Bußgeld trotzdem bezahlen werde. Offensichtlich müssen Meines und ihr Partner Ronaldo Haidl sehr gut verdienen, da Haidls Jahresgehalt auf 358.000 Euro geschätzt wird, was einem Tagesverdienst von 995 Euro entspricht.

Ronaldo schoss in einem wichtigen Fußballspiel drei Tore und bekam von der Sportschau den Goldenen Fußballschuh für das Tor des Jahres. Von dem Geld kaufte er Sabrina ein riesiges eingezäuntes Feld in der Nähe des Bauernhausmuseums mit Tribüne, wo seine Freundin auch im Sommer Reels für die Insta-Story drehen konnte.

Cannabis

Marta Schweger, die Mutter der Bielefelder Kommissarin Petra Schweger, war über 80 Jahre alt. (Siehe https://gerwin.home.blog/2023/04/03/mama-und-roller/)

Jetzt bekam sie Besuch vom Schornsteinfeger. Schornsteinfeger bringen Glück. So heißt es, doch Putti Kohlstätt, Schornsteinfeger in der 10. Generation, hatte keine gute Nachricht. „Wenn jetzt die Heizung kaputt geht, dann müssen sie, auch wenn sie 80 Jahre alt ist, leider eine neue einbauen, die den neuen Richtlinien entspricht. Ihre Pellets, die sie aus ihrem Grasschnitt herstellen, gehen leider nicht. Außerdem müssen bei einer neuen Wärmepumpe auch alle Heizkörper ausgetauscht werden. Das kostet mindestens 50.000 Euro!“ Wie sollte sie das bezahlen? Marta hatte jahrelang jeden Taler, Pfennig oder gar Cent umgedreht, den Bitcoin konnte sie nicht umdrehen, er war virtuell.

Marta wusste aus früheren Urlauben, dass in Dänemark vor 50 Jahren noch überwiegend mit Öl geheizt wurde, heute aber bereits 63 Prozent der Haushalte Fernwärme nutzen, während nur noch 15 Prozent mit Erdgas und lediglich 8 Prozent mit Öl heizen. In Deutschland dagegen heizen fast 75 Prozent der Haushalte mit Öl oder Gas. Wie kam es also dazu, dass das einst stark vom Öl abhängige Dänemark zum Vorreiter der Wärmewende wurde? Die Antwort liegt in der Kontinuität: Egal welche Regierung in den letzten 50 Jahren an der Macht war, immer wurde betont, dass man weg von fossilen Brennstoffen müsse. Diese Konsequenz hat Investoren, privaten Hausbesitzern und Kommunen Planungssicherheit gegeben.

Petra Schweger, ihre Tochter,  war zu Gast. Es gab Kuchen aus einer bekannten Großbäckerei, die täglich 1,1 Millionen Blechkuchen, 250.000 Käsekuchen, 300.000 Sahnetorten und 100.000 Backkuchen herstellt. Deutschland war Tortenland und Kaffeeparadies. Jeder Deutsche trank täglich vier Tassen Kaffee. Auch Petra wusste nicht, wie sie ihrer Mutter helfen sollte. Wenn die Heizung kaputt ging, konnte Marta nicht zu ihrer Tochter ziehen, die in einer kleinen Wohnung hinter dem Hauptbahnhof wohnte. Und eine gemeinsame Wohnung war nicht finanzierbar. Petra war nicht Schimanski, Ballauf, Schenk oder Lena Odental aus dem Tatort. Sie verdiente nicht viel. Kommissarin hörte sich immer so gut an, aber allein im März hatte sie 24 Überstunden, die sie nicht bezahlt bekam. Lehrer bekommen für eine Stunde angeordnete Mehrarbeit um die 20 Euro netto, aber bei der Polizei konnte sie nicht einfach frei nehmen. Zum Glück gab es einen Polizeifriseur, der die Beamten für wenig Geld in Form brachte. Im Dienst musste sie gut aussehen, dann vertrauten ihr die Bürger und Ganoven mehr. Und die vielen Nachtschichten waren nicht besonders gesundheitsfördernd, sodass ein regelmäßiger Besuch des Frisöres wichtig war. Im Salon Schnittgold lag eine Zeitung aus. Was Petra las, machte sie wütend.

Im Jahr 2022 haben Politiker der SPD, FDP und Grünen nach Informationen des Bund deutscher Steuerzahler rund 1,5 Millionen Euro für Fotografen, Friseure und Visagisten ausgegeben. Dies entspricht einem Anstieg von fast 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2021, als hauptsächlich die Große Koalition unter Mutti Merkel regierte. Insbesondere das Auswärtige Amt unter der Führung von Annalena Baerbock soll laut Medienberichten viel Geld für Visagisten ausgegeben haben. Das Ministerium beauftragte Maskenbildner für die Außenministerin für rund 137.000 Euro, damit sie gut aussieht. Und ihr Kollege?  Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unter Robert Habeck hat ein absolut atemberaubendes Jobangebot im Gepäck: Ein Fotoauftrag im Wert von unglaublichen 350.000 Euro steht zur Vergabe bereit. Ein eigener Fotograf soll den 53-jährigen Minister überallhin begleiten und jeden Schritt dokumentieren – sowohl bei Auslandsreisen als auch bei Terminen in Berlin. Doch damit nicht genug: Der Rahmenvertrag, der komplett aus Steuergeldern finanziert wird, soll bis zu vier Jahre laufen. Neben der fotografischen Begleitung des Ministers umfasst der Vertrag auch die Bereitstellung der Bilder, die Bildbearbeitung und Auftragsfotografie für die Öffentlichkeitsarbeit des Ministeriums. Das hat natürlich seinen Preis – die Rede ist von stolzen 7.000 Euro pro Monat. Was hatte Petra Schweger falsch gemacht? Sie kam gerade so über die Runden.

Doch dann kam die Nachricht im Radio: Cannabis soll legalisiert werden. Jeder dürfe drei Pflanzen selbst anbauen! Hatte ihre Mutter nicht einen großen Garten? Und einen alten Keller. Da könnte man doch den BCC gründen. Den Bielefelder Cannabis Club und im Garten Hanfpflanzen züchten. Sechs Pflanzen hatten sie schon, und von den Razzien auf dem Kesselbrink waren noch genug Samen übrig. So sollte genug Geld für die Heizung der Mutter zusammenkommen. Und alles ganz legal. Marta hatte einen grünen Daumen. Der Frühling kam und das Gras wuchs.

Pandemie – Ölkäfer

Die Ruhe nach dem Corona-Sturm trügt! Während wir uns gerade erst von der Pandemie erholen, breitet sich eine neue Bedrohung aus. Spielplätze und Kindertagesstätten werden erneut geschlossen und die Sorge vor einer neuen Pandemie steigt. Denn der Ölkäfer, eine ägyptische Plage, die mit ihrem Gift schon seit Jahrtausenden Menschen tötet, hat es nun auch nach Deutschland geschafft.

Es wird vermutet, dass diese Käfer in einer geheimen Werkstatt der Pharaonen gezüchtet wurden, um ihr Reizgift gegen zahlreiche Krankheiten einzusetzen. Selbst in der antiken Kultur wurden Ölkäfer bereits als Liebestränke verwendet, obwohl eine einzige Dosis für einen Erwachsenen tödlich sein kann! Sogar als Gift für Hinrichtungen und Morde wurde das hochtoxische Cantharidin genutzt.

Nun haben sie Deutschland erreicht und breiten sich rasch aus. Besonders Kindertagesstätten sind betroffen, da die Käfer Sandkästen lieben und sich dort vermehren. Lehrer und Lehrerinnen sind verpflichtet, Schulhöfe auf Ölkäfer zu untersuchen. Doch auch in Gärten und Wäldern sind sie anzutreffen und scheiden bei Gefahr ein gelbes Sekret aus, das noch gefährlicher ist als das Corona-Virus.

Doch es gibt Hoffnung: Eine Firma namens Biontech hat einen Impfstoff gegen das Ölkäfergift entwickelt und Bill Gates hat bereits 10 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Zudem gilt die AHA Regel: Abstand halten, Hygiene mit Glyphosat und Abstand halten. Doch sind wir bereit für diese neue Bedrohung, die uns alle zu tödlichen Opfern machen kann? Der Ölkäfer ist nicht unsichtbar wie das Corona-Virus und kann sogar von Lieschen Müller entdeckt werden. Die Nachtsonnen aus Bielefeld scheinen sie zu verwirren und sie wollen das Kommando übernehmen. Wird es uns gelingen, sie aufzuhalten, bevor es zu spät ist?

Es ist nicht empfehlenswert, Ölkäfer selbst zu töten, da sie aufgrund ihrer hohen Toxizität eine Gefahr für den Menschen darstellen können. Wenn ein Ölkäfer auf dem eigenen Grundstück oder in der Nähe von Kindertagesstätten oder Schulen entdeckt wird, sollte man am besten eine professionelle Schädlingsbekämpfungsfirma kontaktieren, um den Ölkäfer sachgerecht zu entfernen. Die Fachleute können die Käfer identifizieren und geeignete Methoden zur Entfernung anwenden. Es ist wichtig, dass bei der Entfernung geeignete Schutzkleidung getragen wird, um Kontakt mit dem Gift des Ölkäfers zu vermeiden.

Mund-Nasen-Schutz Masken sollten bestellt werden.

Mama und Roller

Anselm Panstedt, Energiebeauftragter und Investor einer explorierenden Solarfirma packte seinen Koffer. Er wollte einen Megadeal in Berlin einfädeln, als er vor seiner Haustür über einen E-Roller stürzte. Überall standen diese Dinger rum. Und nicht nur die, sondern auch Leihfahrräder und in Bielefeld ganz neu: Leih-Kettcars, mit denen Einkaufende ihre Kids platzieren konnten. Ein Handy war im Display eingebaut.  Was sollen nur Menschen mit Blindheit oder Sehbeinträchtigung machen? Oder Kinderwagenschiebende. Oder Mütter mit Buggies. Oh weh….Mutter durfte man nicht mehr sagen. Es wird geplant, dass Wort Mutter abzuschaffen und es durch den Begriff „gebärende Person“ zu ersetzen. Das plant die Regierung. Das Wort „Mutter“ stammt aus dem Althochdeutschen „muoter“ oder „moter“, was so viel wie „diejenige, die gebiert“ oder „weiblicher Elternteil“ bedeutet. Das Wort hat eine indogermanische Wurzel „méh₂tēr“ und ist in vielen europäischen Sprachen ähnlich: „mother“ im Englischen, „mère“ im Französischen, „madre“ im Spanischen, „mamma“ im Italienischen und „matka“ im Polnischen, um nur einige zu nennen. Anselms erstes Wort war Ma-Ma und nicht  gebärende Person.  Was ist los in unserer Welt, was sagt man denn dann zu Papa? Wenn Anselm aus Berlin wiederkommt, wird er dafür sorgen, dass sich in Bielefeld etwas ändert. Er wird jeden Tag seine Mutti anrufen und sagen, dass sie die beste Mama der Welt ist. Da schmerzte wieder das Bein, welches vom Tier gestreichelt wurde. Nicht vom Terrier der Nachbarin, sondern dem Roller der Marke Tier. Und Anselm will keine Roller mehr in Bielefeld. Er hörte diese Nachricht aus Paris.

Hidalgo, die Bürgermeisterin von Paris, ist gegen die Verwendung von E-Scootern in der Stadt. In einer Bürgerbefragung, die von ihr organisiert wurde, stimmten 89 Prozent für ein Verbot von Leih-E-Scootern. Die Politikerin sieht dies als „Sieg der lokalen Demokratie“ an, obwohl die Wahlbeteiligung unter acht Prozent lag. Tier ist derzeit mit fast 80.000 Elektrorollern Marktführer in Deutschland und die Scooter des Unternehmens wurden 2022 35 Millionen Mal in Deutschland ausgeliehen. Über 400 E-Scooter von Anbietern wie „Tier“, „Lime“ und „Bolt“ stehen in Bielefeld zur Verfügung. Die Stadt Köln hat im letzten Jahr das Abstellen von E-Scootern am Rheinufer und auf den Rheinbrücken verboten und die Betreiber haben eine GPS-Sperre eingeführt, um dies zu verhindern. In Köln lagen die Dinger im Rhein, in Bielefeld im Teutoburger Wald. Anselm weint ob seinem lädierten Fuß, hatte aber noch keine Lösung, den Gehsteig sauberer zu kriegen.

Da rief seine Mama an. Sie war am weinen. „Ich werde erfrieren!“ schluchzte sie ins Telefon. Mama hörte die Nachrichten. Nächstes Jahr muss ihre Heizung ausgetauscht werden. Und es durfte keine Gasheizung mehr sein. Aber sie hatte kaum Geld und Mama wurde nächstes Jahr erst 79 Jahre alt. Ab 80 Jahren brauchte man die Heizung nicht mehr tauschen. Sagt der Minister. Anselm überlegte, aber die Geburtsurkunde von Marta Panstedt nachträglich ändern konnte, aber zu dieser Zeit gab es die BRD noch gar nicht.

Solar

Anselm Panstedt schüttelte den Kopf. Er war Bielefelds Energiesparfuchs, Berater für Sparmaßnahmen und Vorreiter des grünen Denkens in Ostwestfalen. In diesem Blog ist schon öfter von ihm die Rede:

https://wordpress.com/post/gerwin.home.blog/718

Aber was die Ampel da plante, regte ihn auf. Nicht die queeren Ampeln in der City, sondern die aus Berlin.

Da soll es um Klimaschutz gehen und Rot, Grün und Gelb legen ein Klimapaket vor, das unvorstellbar ist. Niemand denkt an ein Tempolimit oder einen großen Schritt nach vorne, wie eine Solarpflicht oder die Förderung von Elektrofahrrädern. Oder warum werden Neubausiedlungen immer noch mit Einzelheizungen und nicht mit Blockheizkraftwerken ausgestattet? Und wo soll der ganze Strom herkommen, wenn alle Welt die Atomkraftwerke hochfährt und Deutschland alles abschaltet? Wie soll das alles gehen? In Bielefeld gibt es 171410 Wohnungen. Wie sollen die alle eine ökologische Heizung bekommen? Und wer soll das machen? Im Hochhaus an der Contibronx versorgt eine Gasheizung in einem Haus fast 80 Wohnungen. Für eine Holzhackschnitzelanlage war da kein Platz. Anselm Panstedt hatte eine Idee.

Er würde ein gutes Geschäft machen. Und eigentlich war es doch so einfach, die Welt zu retten, aber natürlich muss auch die Autoindustrie, die Bauindustrie und die Betreiber von Autobahnraststätten bedacht werden. Unglaublich auch, dass Bahnchef Lutz 2022 doppelt so viel Bezüge kassiert hat. Hinzu kam ein Bonus von über 1,26 Millionen Euro. Infrastrukturvorstand Berthold Huber (60) kam auf eine Gesamtvergütung von 1,41 Millionen Euro, Personalvorstand Martin Seiler (58) verdiente 1,39 Millionen Euro. Ein Bonus ist ja ok, aber die Bahn ist so schlecht aufgestellt, fährt Verluste ein, ist teuer und unpünktlich. Den müsste der Scholz doch entlassen, oder geht das nicht? Ist der Beamter? Die Krankenschwester Tarina Tunkenwald zahlt jedenfalls mit, wenn sie mit der Bahn von Bielefeld nach Herford zur Arbeit fährt, und sie wird entlassen, wenn sie unpünktlich auf der Pflegestation F1 ist.

Anselm öffnete die morgendliche Post und las die Post von seinem Schornsteinfeger. Er müsse nun 49,99 Euro mehr bezahlen, denn es gilt ab 2023 die Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über mittelfristig wirksame Maßnahmen (Mittelfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung – EnSimiMaV) und beinhaltet, dass einmal im Jahr die Heizung gewartet werden muss. Warum wurde das nicht inklusiv in einfacher Sprache geschrieben?

Was allerdings passiert, sollte Anselm die identifizierten Optimierungen nicht durchführen lassen, ist nicht bekannt. Konsequenzen für nicht durchgeführte Heizungschecks oder -optimierungen sind nicht durch das Bundeswirtschaftsministeriums (BMWK) kommuniziert worden. Immer neue Verordnungen im verordnetem Deutschland.

Zudem fand Anselm ein Schreiben seiner depotführenden Bank.

Er war schon lange an einer chinesischen Solarfirma „sunny movement“ beteiligt, die jährlich eine Dividende ausschüttet. Bei der Gründung 1989 tauchte im Aufsichtsrat ein Name auf, den Anselm Panstedt schon einmal gehört hatte. Shao Li Ping, inzwischen Bielefelder Geschäftsmann und Wohltäter der Stadt Bielefeld. Anselm jubelte. An 145 Autobahnbaustellen sollten tatsächlich Solaranlagen gebaut werden. Anselm vermutete ein Geschäft. Was für ein gigantischer Flächenverbrauch. Warum nicht alle Flachbauten in Deutschland mit Solar bedecken? Die breiteste Straße Deutschlands ist die Königsallee in Düsseldorf mit einer fast durchgängigen Breite von 87 Metern. Die Avenida 9 de Julio (Buenos Aires) mit 20 Fahrspuren kommt auf 140 Meter Breite, wenn man die beiden – unterschiedlich benannten – Parallelstraßen mitzählt. Und die Autobahnen in Deutschland?

Der Mittelstreifen liegt zwischen zwei Richtungsfahrbahnen und dient der Trennung der Verkehrsströme. In Deutschland ist er bei Autobahnen und vierstreifigen Kraftfahrstraßen in der Regel 4,0 Meter breit, hinzu kommen Standstreifen etc. Und dann noch Solarfelder? Wo sollen dann die Bauern ihr Getreide anbauen? Warum kommen die Grünen nicht auf die tolle Idee, die Autobahnen mit Solardächern zu bebauen?

Dann wären die Autos, die bald elektrisch fahren, vor Regen und Sonne geschützt. Ein Elektroauto im Gewitter ist nicht gut! Das wusste man schon im Physikunterricht der 1.Klasse.

Anselm nahm Kontakt mit Shao Li Ping auf. Sie trafen sich am Rande der A33 um einmal die Ausmaße einer Autobahn zu sehen.  Sie verabredeten diesen Plan.  Shao hatte noch sehr gute Kontakte zur Solarfirma „Sunny movement“. Sie schlugen der Regierung vor, dass die Firma „Sunny movement“ auf mehr als 100 km Solaranlage installiert. Man verspricht, dass die Anlagen in einem Jahr fertig sind. „Sunny movement“ kommt nach Deutschland mit 15000 Arbeitern, die dann hier alles installieren. Man möchte dafür kein Geld haben, sondern 20 % aller Autobahnmautgebühren (80% waren ja für die Bahn reserviert)

und den Solarertrag. Aber dafür alles für umme—umsonst.

Natürlich würden die 15000 Arbeiter in Deutschland bleiben. Es herrscht Fachkräftemangel. Die Arbeiter kamen nicht aus China, sondern wurde von „Sunny movement“ von einem Unternehmen aus Pakistan gestellt. Die waren noch billiger.

Und man konnte es als Entwicklungshilfe verkaufen, denn Bangladesh geht unter. Rechtzeitig stockten Anselm und Shao ihre Aktienpakete an der Firma auf. Insiderwissen. Risiko! Alle 60 km sollte eine Ladestation stehen. Shao versprach fünf! Tesla war damit draußen!

Mit diesem Vorschlag fuhren Shao Li Ping und Anselm Panstedt nach Berlin. Sollten beide in der politischen Hochburg in den nächsten Jahren noch weitere Erfolge feiern? Made in Bielefeld.

Sonne in der Nacht

Sie wurde gerufen. Petra Schweger hatte sich gerade um die beiden chinesischen Kinder gekümmert  in dem Sie Shao Li Ping anrief. Der Onkel aus Bielefeld. Petra musste mal wieder ein Problem lösen. Zuerst waren die Gender-Ampeln zerstört worden. Nun hat jemand mit der Zwille auf die neuen Sonnen aus Glas geschossen, die seit zwei Tagen über dem Jahnplatz baumelten. An dieser Stelle wurde im Januar darauf hingewiesen.

Damals hatte Hanno die Sonnen entdeckt.

Hanno war in Sorge. Er stieg in den Zug, der zur Ministerin für Glück nach Berlin führen sollte. Aber wie immer gab es Baustellen auf der Strecke und Hanno stieg in Bielefeld aus. Diese Stadt sollte es doch gar nicht geben, aber auf einmal stand er an diesem Ort. Da er Aufenthaltszeit hatte, schlenderte er durch die Straßen und am neuen Jahnplatz erschrak er. Die ganze Welt sorgt sich wegen Sonnenstürmen und in Bielefeld werden zehn Nachtsonnen aufgehangen? Mit 10 riesigen Nachtsonnen von einem Durchmesser von 2,1 Metern und 15 kleineren von 130 cm Durchmesser soll der zentrale Platz erstrahlen. Die LED-Leuchten können mehr als 16 Millionen Farben ausstrahlen und sorgen für eine deutliche Aufwertung des mit 27,5 Millionen Euro renovierten Ortes. Die neue, dimmbare Beleuchtung wurde von der Firma „Nevue Homburg Licht“ geplant, die bereits für die sternchenartige Beleuchtung an Haltestellendächern verantwortlich ist. Die Gesamtkosten für die neue Beleuchtung betragen 300.000 Euro. Je nachdem, wie die Stimmung in der Stadt ist, wird der Jahnplatz beleuchtet. Wenn Arminia aufsteigt, dann schwarz-weiß-blau. Wenn der Bürgermeister darüber schreitet, da leuchtet es SPD-Rot.

Nun waren die Lampen zerschossen. Mit eine Zwille. Aber warum? Es war für die Stadt fatal, denn am Wochenende sollte Peter Maffay eingeflogen werden. Leider konnte er wegen der Lichtschnüre nicht mehr auf dem Jahnplatz mit seinem Helikopter  landen. Er sollte den Jahnplatz mit seinem Megaseller: Sonne in der Nacht einweihen.

Was sollte dieses Lied? Warum ist es für Bielefeld so wichtig? „Sonne in der Nacht“ wurde 1985 veröffentlicht und ist ein sehr bekanntes Lied von Peter Maffay. Der Song handelt davon, dass man trotz aller Dunkelheit und Schwierigkeiten im Leben die Hoffnung nicht verlieren sollte. Die „Sonne in der Nacht“ symbolisiert dabei das Licht am Ende des Tunnels und die Hoffnung auf bessere Zeiten.

Die Strophen des Liedes erzählen von unterschiedlichen Herausforderungen, mit denen man im Leben konfrontiert werden kann – beispielsweise Krankheit, Einsamkeit oder das Gefühl, verloren zu sein. Doch trotz allem gibt es immer eine Möglichkeit, weiterzukämpfen und nicht aufzugeben. Im Refrain wird dann die „Sonne in der Nacht“ als Symbol für diese Hoffnung besungen. Soweit sagt es die künstliche Intelligenz

Petra machte Fotos von den kaputten Lampen und brauchte Fett. Im Futterkasten 1969, einem Imbiss, der wohl jeder Bielefelderin und jedem Bielefelder bekannt ist oder zumindest schon mal aufgefallen ist, erfreuen Bratwurst, Currywurst, Krakauer, Pommes sowie Kartoffel- und Nudelsalate das Herz der Hungrigen. Auch die Kommissarin Petra Schweger gönnt sich hier gerne eine Portion Pommes, während sie auf dem Weg zu ihrem nächsten Einsatz ist. Sie bekleckerte sich mit Ketchup, als sie den Pommesschmied fragte, irgendetwas beobachtet zu haben. Jemand habe die Lampen auf dem neuen Jahnplatz zerschossen.  Sollte da doch ihr alter Bekannte Shao Li Ping hinterstecken?

„Nein, hier war heute Nacht niemand, jedoch stelle ich fest, dass die Dohlen, die auf den Grasdächern der Haltestationen von Rentner Hugo Halstenberg aus dem 3.Obergeschoss immer mit Pralinen gefüttert werden, immer fetter wurden. Vielleicht versuchten sie, die Sonnen als neues Nest zu benutzen. So mit Wärme von Unten. Gut für die Brut und den Popo.“ Petra dachte nach. Sie musste ein Beweisstück finden. Weder Federn noch die Munition der Zwillen waren auffindbar. Sollten die Sonnen doch kaputtgegangen sein, weil es durch die Sonneneruptionen elektromagnetische Spannungen in OWL gab? Oder wurde durch die neue Habecksche Stromschiene zu viel Energie von der Nordsee nach Bayern geschickt.

Jedenfalls musste der Marketingchef den Musiker Peter Maffay ausladen..  Sollte da doch ihr alter Bekannte Shao Li Ping hinterstecken?

Hier die Verwandten von Shao Li Ping

Candy

Süßigkeitenliebhaber aufgepasst! An der Ecke Bahnhofstraße und Arndtstraße gibt es seit Samstag einen neuen Zuckertempel namens „Candy Crush „, der mit einem bisher ungewöhnlichen Sortiment aufwartet – von Lollipops über Lakritz bis hin zu Limos ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Im Frühjahr hat ein Inhaber die Fläche einer Parfümerie an der Bahnhofstraße bereits um die Hälfte reduziert, kurz nachdem er das Geschäft und zwei Das neue Geschäft „Candy Lover“ an der Bahnhofstraße ist ein wahres Feuerwerk an Farben und bietet ein breites Sortiment an Süßigkeiten. Die Einrichtung des Geschäfts ist ebenfalls farbenfroh und lässt den Schriftzug „Candy Crush“ in Pink und Blau-Lila erstrahlen. Dies ist nicht nur für die Zielgruppe, sondern für jeden Passanten der Fußgängerzone unübersehbar.

Am Eröffnungstag strömten zahlreiche Kunden in den Laden, insbesondere junge Menschen zwischen 10 und 60 Jahren. Der Ansturm auf das Geschäft war so groß, dass vom Fußboden nichts mehr zu sehen war. Der Süßigkeiten-Bereich im Erdgeschoss von Galeria Karstadt war währenddessen völlig verwaist, was für die direkte Nachbarschaft des neuen Geschäfts zum Nachteil wurde.

Das bunte Sortiment des „Candy Crush “ lässt Naschkatzen das Wasser im Mund zusammenlaufen: Von neonfarbenen Lollipops über Limonaden und Kaugummis bis hin zu Schoko-Eiern mit unterschiedlichen Füllungen findet man hier alles, was das Herz begehrt. Dabei stammen die exotischen Produkte aus Ländern wie Deutschland, den USA, Japan, Mexiko oder Polen –  Witzigerweise lag ein Prospekt einer Zahnarztpraxis an der Kasse aus. Der Dentist hatte dafür 10000 Euro bezahlt.

Inhaber Shao Li Ping hat sein Sortiment grenzüberschreitend zusammengestellt. Besonders inspiriert wurde er bei der Gestaltung seines Shops von den Niederlanden und Amsterdam, wo er auch seine Ideen für das vielfältige Lakritz-Sortiment holte. Bei Shao Li Ping gibt es nicht nur die meist salzige und zähe Variante des Naschwerks, sondern auch süße Variationen. Doch damit nicht genug: Auf der Plattform Tocktock ist ein Artikel zum Hit geworden, der in Deutschland noch relativ neu ist: Slapsys, ein Sortiment aus zehn Lutschern, die ihren Geschmack erst in voller Intensität durch Sirups entfalten, die darüber geträufelt werden.

„Candy Crush “ ist ein Selbstbedienungsladen, in dem die Kunden an einer Wand gläserne hohe Zylinder vorfinden, die randvoll mit bunt verpackten Bonbons sind. Die Kundschaft hat die Qual der Wahl und kann entweder eine kleinere oder eine große Tüte selbst mit Süßem füllen. Der Laden führt gut 400 unterschiedliche Artikel. Bald soll an der zur Arndtstraße gelegenen Seite ein Ausschank für Coffee-to-go und Eis eröffnet werden.

Shao Li Ping war ein echter Geschäftsmann. Er hatte mehrere Industrieanlagen in Bielefeld übernommen und wartete auf seinen Neffen und seine Nichte. Sie sollten von der Kommissarin Petra Schweger nach Bielefeld gebracht werden. Sie waren gerade in der Fichtenhainstraße und lernten Deutsch.

Der Candy Crush Laden sollte die finanzielle Basis für seine Verwandschaft sein. Seine Schwester verkaufte Vanillereis in China und war auch auf dem Weg nach Bielefeld.

Kinder

Da saßen sie nun. Petra Schweger, Kommissarin aus Bielefeld, reiste mit dem 49 Euro Ticket durch NRW. Sie hatte frei, aber am Bahnhof Hamm, auf Gleis zweiundvierzig saßen zwei Kinder. Sie sahen asiatisch aus und waren traurig. In ihren Händen hatten sie einen Zettel in chinesichen Schrifttzeichen. Was hatte das zu bedeuten? „Die haben nicht bezahlt,“ rief Fahrgastbegleiter Gerd Raabe Petra aus der schließenden Zugtür zu. Gerd hatte die Kinder in Hamm einfach aus dem Zug geworfen. Petra hatte noch zwei Glückskekse vom letzten Restaurantbesuch in der Tasche und gab sie den Kindern. Ein Leuchten funkelte in ihren Augen. Petra war klasse. Aber wo sollen die Kinder hin? Petra erinnerte sich an eine alte Geschichte, die sie als Kind oft gehört hatte. Die Song-Dynastie war von 960 bis 1279 die herrschende Dynastie im Kaiserreich China und hier gab es eine bekannte Geschichte, die jedes Kind auswendig lernen musste. Spannend ist sie nicht, aber fast 2000 Jahre alt und absolut aktuell.

In der mächtigen Song-Dynastie gab es einen Bauer, dessen ungeduldiger Charakter ihm zum Verhängnis werden sollte. Mit einer Gier nach schnellem Erfolg, baute er Gemüse an und konnte es nicht erwarten, das Ergebnis seiner Arbeit zu sehen. Als er auf sein Feld ging, um nach den Pflanzen zu sehen, war er enttäuscht von dem, was er sah. Obwohl die kleinen Pflänzchen überall auf seinem Feld wuchsen, waren sie für ihn nicht groß genug. Seine Ungeduld trieb ihn dazu, am nächsten Tag zurückzukehren und Unkraut zu entfernen, in der Hoffnung, dass die Pflanzen schneller wachsen würden. Doch trotz all seiner Bemühungen waren die Pflanzen nur ein bisschen größer geworden.

Als einige Tage später immer noch keine signifikanten Fortschritte zu verzeichnen waren, geriet der Bauer in Panik. Er konnte es nicht ertragen, so lange zu warten und beschloss, zu betrügerischen Methoden zu greifen. Er lief zum Feldrand und begann nach einer geeigneten Pflanze zu suchen. Schließlich fand er eine, an der er zog, bis sie größer wurde. Der Bauer schaute auf das Ergebnis seiner unheilvollen Tat und war stolz auf sich. Aber zu welchem Preis? Seine Gier und sein Ehrgeiz hatten seine Moral und seine Verbindung zur Natur verdrängt. Was für ein kurzsichtiger und unverantwortlicher Bauer, der bereit war, seinen eigenen Betrug zu rechtfertigen, um schneller zum Ziel zu gelangen. Dies war ein trauriges Beispiel dafür, wie die Gier nach Erfolg die Menschen dazu bringen kann, ihre eigenen Werte zu opfern und die Konsequenzen ihrer Handlungen zu ignorieren. Atemlos kehrte der Bauer zum Feld zurück und begann, an den Gemüsepflanzen zu zerren. Mit jeder gezogenen Reihe fühlte er sich genialer und stolzer auf seine Leistung. Voller Begeisterung zog er weiter und weiter, bis alle Pflanzen schließlich die gewünschte Größe erreicht hatten. Triumphierend stand er auf seinem Feld und bewunderte seine Machenschaften. Doch als er nach Hause rannte, um seinem Sohn von seinem Erfolg zu berichten, schenkte ihm dieser kein Glauben und ging lieber schlafen.

Am nächsten Morgen wurde der Sohn dann doch neugierig und begab sich aufs Feld, um sich die Pflanzen anzusehen. Doch was er dort vorfand, ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren: Alle Pflanzen lagen am Boden, vertrocknet und tot. Der Bauer hatte in seiner Ungeduld die Wurzeln der Pflanzen herausgerissen und sie zu Tode gezerrt.

Diese Geschichte aus China lehrte Petra eine wichtige Lektion: dass Geduld eine Tugend ist und dass alles seine Zeit braucht. Wenn wir zu hastig und ungeduldig sind, riskieren wir, dass alles, was wir aufgebaut haben, in einem Augenblick zerstört wird. Und nicht nur das, auch unsere Beziehungen zu anderen können darunter leiden, wenn wir zu viel von ihnen verlangen und sie überfordern. Diese Geschichte ist somit eine Warnung an uns alle, uns Zeit zu lassen und unsere Erwartungen zu überdenken, bevor wir uns in ein Vorhaben stürzen.

Sie nahm die Kinder erst einmal mit nach Bielefeld. Sie rief ihren Bekannten Herrn Schnepel, an, der mittlerweile Schulrat im hiesigen Schulamt war. Platz wäre für die beiden in der Fichtenhainschule. Dort wurden zwar Luftfilter eingesetzt, aber es sind noch nicht überall 30 Kinder in einer Klasse.

Nachdem Petra die Kinder in der Fichtenhainschule abgegeben hatte, nahm sie die zerknitterten Zettel aus den Taschen der Kinder und übersetzte sie mit einem Buch in der Stadtbücherei. Sie konnte es kaum glauben.

Mein Name ist Li Mi Long und ich habe meine Kinder in Deutschland geschickt. Ich komme später nach. Mein Bruder lebt in Bielefeld. Er heißt Shao Li Ping. Dort hatte er ein Autohaus und ist nun ein reicher Bürger. Er sagte, meine Kinder Hong Shi und Lei Fei können nach Deutschland kommen, er würde für sie sorgen. Noch arbeite ich auf dem Reismarkt und werde noch meine Vorräte verkaufen. Vor allem der Vanille-Reis verkaufe sich gut. Ich würde gerne in der Vanille-Fabrik in Bielefeld einmal vorbeischauen und einen neuen Deal einfädeln. Ansonsten ist das Leben in Bielefeld besser als in China. Lieber Finder, passen Sie gut auf Hong Si und Lei Fei auf. Der chinesische Drache wird sie belohnen.

Petra kannte Shao Li Ping. Sie hatte ihn ertappt, als er Reißnägel auf die neue Fahrradstraße in der Stadt gelegt hatte. Sie ging zum Einwohnermeldeamt und erkundigte sich nach Shao.

Sie wählte die Nummer. Shao nahm das Gespräch an.

49 Euro Ticket

Eine Woche Urlaub stand auf dem Programm. Endlich mal raus aus Bielefeld, mal durch Deutschland reisen. Mit dem Zug. Das wäre doch klasse und so umweltschonend.

Kommissarin Petra Schweger kaufte sich das 49 Euro Ticket und neben der stylischen Chipkarte lag eine Beipackzettel. Wozu das, überlegte sie, als sie den DIN A 3 großen Waschzettel auseinanderfaltet. Das war Deutschland. Von wegen, man für 49 Euro durch ganz Deutschland fahren. Jedes Bundesland packte ein besonderes Bundle drauf.

In Niedersachen war die Fahrradmitnahme inkludiert; in Hessen, das Führen eine Hundes (Doggen ausgenommen); in Hamburg waren die Fähren mit drin, in Rheinland-Pfalz die Winzertrecker. In Sachsen galt es mit 1 Euro Aufschlag für einen Solidaritätsfond. In Thüringen war der Verzehr von Bratwürsten im Zug untersagt, in Bayern erwünscht.

Und was NRW? In diesem Transitland wurde das Fahren in den Regionalzügen limitiert. Montag und Mittwoch nur für Menschen, der Namen mit X anfängt und Dienstag und Donnerstag mit Y. Alle anderen Tage waren frei. Aus Kostengründen wurden die Zugtoiletten bis 2100 geschlossen. Zudem gab es das Deutschlandticket nur als Abo.

Kaufe 12, bezahle 11. Positive Schufa-Auskunft vorausgesetzt.

Für Petra Schweger kein Problem, nur ihre Mutter mit 75 Jahren war es schwierig, denn nur 13 Prozent der über 65-Jährigen ist in der Lage , einfach Behördengänge online zu erledigen. Im Umkehrschluss würde dies bedeuten, dass 87 Prozent der älteren lebenden Menschen das Deutschlandticket gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen erwerben können.

Zudem gab es im Saarland noch einen Seniorenrabatt und in Berlin durften alle

unter 35 Jahren eh umsonst Bahn fahren.

 In Sachsen-Anhalt musste man einen Zuschlag von 0,30 ct pro Kilometer zuzahlen,

wenn der Gatte nachweislicher Fleischesser war und in Schleswig-Holstein 0,30 ct weniger, wenn man sich an der Investition eines Windrades beteiligte.

Es ist geplant, eine Verknüpfung mit verbilligten Jobtickets anzubieten. Arbeitgeber, die das 49-Euro-Ticket als Jobticket anbieten und mindestens 25 Prozent der Kosten übernehmen, erhalten einen weiteren Rabatt von fünf Prozent vom Staat. Somit kostet das Ticket für Arbeitnehmer höchstens 34,30 Euro. Zusätzlich sind regionale Vergünstigungen für Schüler, Studierende und Sozialleistungsempfänger geplant oder werden diskutiert. Die Mädchen des Ratsgymnasiums durften billiger fahren als die Jungen. Diese können entweder das 49-Euro-Ticket ergänzen, wie das „Junge-Leute-Ticket Bi“ in Bielefeld, bei dem das Deutschlandticket für junge Menschen weiterhin bezuschusst wird, oder als Alternative das „Jugendticket OWL“, das für 365 Euro im Jahr erhältlich ist, erwerben. Fahren für einen Euro am Tag.

Petra war weder jung noch bekam sie als Beamtin ein Jobticket.

Im Januar 2023 erreichten etwa 92 Prozent der Züge im Personenverkehr der Deutschen Bahn ihre fahrplanmäßige Ankunftszeit mit maximal 5,59 Minuten Verspätung. Etwa 98 Prozent dieser Züge kamen innerhalb von maximal 15,59 Minuten an ihren Unterwegs- und Endhaltestellen an.

Die Gesamtpünktlichkeit der Züge der Deutschen Bahn Fernverkehr AG betrug im Jahr 2022 etwa 65 Prozent, was im Vergleich zum Vorjahr eine Verschlechterung um etwa zehn Prozent bedeutet. Ein Zug gilt als pünktlich, wenn er eine Verspätung von unter sechs Minuten hat. Aber das nutzt überhaupt nichts, wenn man in Brackwede-Süd im Dauerregen steht und weiß, dass die Fahrt nach Münster nun zwei Stunden dauert.

Petra konnte das 49 Euro leider nicht zurück geben. Sie hatte schon ihren Namen drauf geschrieben.

Kesselbrink – Bielefelds Treffpunkt

Petra Schweger, Heldin meines Blogs und Polizeikommissarin aus Bielefeld nervte es. Es war 04.Uhr morgens und sie wurde zum Dienst gerufen. Mal wieder am Kesselbrink. Hier war sie gut bekannt, grüßte die Markthändler und abends die Dealer und trank einen veganen Milchshake im Restaurant zum Grünen Würfel. Was war passiert?

In der Innenstadt wurden 14 Ampeln umgestaltet. Nein nicht mit Haltegriff für Radfahrer sondern mit queeren Ampelmännchen. Ups, dass durfte sie nicht sagen. Es waren Ampelmänner und Ampelfrauen mit Herzchen. Oder Männer in Kleidern? Oder ? Gab es keine Ampelkinder mehr? So sah es aus. Und irgendjemand hatte alle 14 Ampelanlagen mit einer Zwille kaputtgeschossen. Sie konnte nur den Schaden und Beweismittel aufnehmen, aber mehr war da nicht drin. Die 14 Ampeln kosteten der Stadt circa 13000 Euro. Woher dieses Geld kam, wusste niemand. Wer waren der Attentäter? Veränderungen in der Gesellschaft kamen immer erst mit einiger Vespätung in Bielefeld an. Jedenfalls hatte Bielefeld einen Bürgermeister, der mit einem Mann verheiratet ist. Waren es homophobe Täter? Spuren gab es keine.

Es war Samstag und der holländische Fischhändler briet um kurz nach sechs schon die ersten Backfische. Mit Remoulade musste es sein, auch ohne den passenden Schnaps danach. Petra war ja im Dienst. Neben ihr standen noch zwei Twens die nach einer durchzechten Nacht ein Lachsbrötchen aßen und der Straßenfeger Igar Srabvdinc, der nach getaner Arbeit einen echten holländischen Kaffee genoss.

Der Fischbratenwagenfrischehändler hatte Tränen und den Augen ob der Zwiebeln, die er schnitt, sondern der Mitteilung, dass der Kesselbrink bald zwecks Umbaumaßnahmen geschlossen werde. Das wollten einige Parteien im Rathaus. 84 Prozent der Bielefeld sollen diesen Platz für hässlich empfinden. Nach gut zehn Jahren blüht es in dieser Betonwüste überhaupt nicht. Hier lief vieles quer. Erst mussten die Maulbeerbäume ausgetauscht werden, denn deren Kerne den Boden verfärben, dann war das Restaurant dort von Anfang an eine Fehlplanung, weil dort keiner hinwollte. Die Markthändler hätten auch gerne eine gemütliche Dorfathmosphäre und die Kletteranlagen für Kids waren mit Scherben übersät. In den Büschen lagen die Drogenpakete und auf der Skateranlage bestimmt Skate-King JerryLee wer wann fahren durfte. Redbull für alle. Und Toiletten? Mangelware. Deswegen wuchsen auch die Sträucher zu mickrig.

Leider hatte es die Stadt nicht geschafft dort eine Kirmes, eine Musikfestival oder sogar ein zünftiges Oktoberfest zu organisieren. Nun musste alles anders werden. Im Zentrum der Stadt konnte der Kesselbrink erst einmal für den Karstadtumbau genutzt werden. Dort konnten die Baumaterialien gelagert werden. Aber danach. Früher war dort ein Busparkplatz. Na, das wäre doch etwas in Zeiten der Verkehrswende. Es könnte eine echte Markthalle entstehen, so wie in Barcelona, Nizza, Neapel oder im Taschkent. Mit Dach darüber, oder besser noch Wohnungen.

Die Stadt selber schreibt dazu, dass es der zentrale Treffpunkt —Treff-Punkt!!! der City sei und bei sommerlichen Temperaturen mit seinen Springbrunnen Alt und Jung kühlen.

Früher hieß der Kesselbrink Köttelbrink und war Weideplatz für Vieh, im 17. Jahrhundert Heilquelle mit Badebetrieb, dann Grünanlage. Aber wo war sie geblieben, die dezentrale Versorgung der Bielefelder Bevölkerung mit Frischfleisch und warmer Kuhmilch. Welche Heilquelle liegt unter dem Platz. Hier könnte doch sein eine Art Hyde-Park entstehen.

Mit Speaker’Corner und Wandelhalle. War Ostwestfalen nicht Kurlandschaft Nummer eins? Man könnte auch die Versorgung der Innenstädter durch eine neue Kleingartenanlage sicherstellen.

Petra Schweger war konstaniert. Alles ändert sich. Früher gab es auch ein Bad.

Das Hallenbad am Kesselbrink diente nicht nur als klassisches Hallenbad, wie wir es heute kennen. Viele Bielefelder nutzten es als Badeanstalt. In den 60er Jahren war viele Bielefelder Wohnung noch nicht mit Badezimmern ausgestattet, also nutzten die Bürger so genannte Badeanstalten um zu duschen oder auch in einer Badewanne ein Bad zu nehmen. Und was war mit dem Gebäude der Polizei mit Knast und Kollegiumskantine? Das sollte auch wegkommen. Bielefeld ist eine riesige Baustelle, aber ein Masterplan gab es nicht. Petra beschloss, sich später ein 49 Euro Ticket zu kaufen. Weg, raus aus Bielefeld.

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