Schule

under cc licence – müde müde müde – Ferien

Frau Müller. Frau Müller war Schulleiterin der Schule „um die Ecke“. Sie hatte ein Problem. Alle beweglichen Ferientage der Schule waren schon vergeben, also musste der Freitag nach Fronleichnam die Schule aufhaben. Aber sie wusste, dass viele Kinder mit Husten, Hals oder Stimmbruchbeschwerden am Freitagmorgen über soziale Medien krankgeschrieben werden, denn das Wochenende bot sich für viele Eltern für einen Trip nach Holland an. Was sollte Frau Müller tun? Ach, seit dem Theaterstück „Frau Müller muss weg“, hatte Eleonore Müller, 58 Jahre alt, die Faxen dicke, (schreibt man das so?), weil sie eine gute Lehrerin war. Ständig musste sie sich rechtfertigen über ihr Gehalt, ihren Urlaub. Und auch, wenn sie mal abends zum Pilateskurs in die Volkshochschule ging, konnte es sein, dass die Elternpflegschaftsvorsitzende der Bärchenklasse neben ihr die Hüften im Takt des YouTube-Videos beugte und wissen wollte, wie ihr kleiner Prinz in Deutsch war. Frau Müller war klasse. Vom Schulamt bekam sie jedes Jahr eine Medaille als „Mitarbeiterin des Jahres“, die sie stolz an ihrer Marine-Bluse trug. Dieses Jahr war die Medaille kirschrot, was sich etwas mit den gelben Streifen ihrer Bluse biss. In der Lehrerkonferenz beschloss man, auf den Brückentag eine Französisch-Klausur zu legen. Leider fanden findige Personen heraus, dass man nach Schulgesetz 134 §2 keine Klausuren in der Grundschule an einem Tag nach einem Feiertag schreiben darf.

So entschloss sich Frau Müller, ein Sportfest zu organisieren. Sie wusste, dass die Eltern ihrer Schulgemeinschaft es liebten, wenn ihre Kinder gegen einander antraten. Natürlich war man in der Schule tolerant und inklusiv. Aber trotzdem wollten alle Eltern ihr Kind auf dem Notentreppchen oben sehen.

An manchen Häusern der Neubausiedlung wurden die Füllerführscheinurkunden oder das Seepferdchenabzeichen gut sichtbar an die Haustür gepeppt, damit alle sehen konnten, wie intensiv die Sprösslinge gefördert wurden.

Das Wetter war spitze und so machten sich viele Familien mit ihren Kindern auf, die Olympiade der Tiere, benannt nach den Klassentieren, zu besuchen. Ich folgte den Kindern bei meiner morgendlichen Radtour. Dieser Morgen war für Elly Kuchenbäcker jedoch fatal. Elly begleitete ihre ältere Schwester auf dem Weg zur Schule. Elly war drei Jahre alt.

Ellys Kindergarten hatte eine Brückentagsfortbildung. Elly konnte Fahrradfahren. Mit ihrer Familie rollte sie den kleinen Hügel zur Grundschule herunter. Aus weiter Entfernung klingelte ich auf meinem Rennrad. Das war zu viel für Elly. Elly dreht sich um und verlor das Gleichgewicht und stürzte in einen Busch Brennnesseln. Das Geschrei war groß. Was konnte ich dafür? Müssen denn Dreijährige schon Fahrradfahren? Reicht das nicht, wenn es den Fahrradführerschein mit 10 Jahren gibt? Muss denn in Ellys Kindergarten „die kleinen Sonnenkäfer“ neben dem Bobby-Car-Führerschein auch der Ente-Puky-Führerschein gemacht werden? Und ..gibt es eigentlich keine Stützräder mehr?

Ich konnte nix dafür, dass Frau Müller die kleine Elly im Krankenzimmer in der Schule „um die Ecke“ behandeln musste. Das machte Frau Müller nichts aus. Ordentlich vermerkte sie jedes Pflaster in das Pflasterbuch der Schule. Als dann noch auf jeder Seite die Eltern unterschrieben und alles gestempelt wurde, war das Sportfest der Schule “um die Ecke“ vorbei und Frau Müller hat nicht mitgekommen, dass die Tortenstücke beim Buffet nicht coronakonform ausgegeben wurden. Zudem fehlte das Allergen-Schild vor dem Nusskuchen. Au weia, das hätte Frau Müller die Medaille 2023 gekostet.

Aber auch mein Leben hängt an einem seidenen Faden, oder anders gesagt, an 3 mm Stahlseilen. So dünn sind die Bremszüge am Fahrrad und sollten diese reißen, wenn Bauer Bernd mit seinem Trecker den Klosterberg mir entgegenkommt, bin ich Matsche. Ok, mein Auto wiegt vielleicht eine Tonne und jedes Rad hängt nur an vier Schrauben und damit fahre ich 200 km/h. Das ist auch nicht ungefährlicher. Ich habe mir vorgenommen, mit dem Fahrrad nur noch bergauf zu fahren. Da kann nix passieren. Spaß aber macht das nicht.

Paderborn

Aufgrund einer persönlichen Sache verschlug es mich heute ins Paderborner Land.

Mit dem Naturebike oder auch Biobike sollte sich eine kleine 50 km Tour anschließen.

Und das sollte windig werden. Wer jemals südlich von Paderborn die 1000 Windräder angeschaut hatte, sollte achtsam werden, wenn einem fast nur E-Bike Fahrer entgegenkommen. Die zapfen nämlich ihre Energie direkt von dem Windrad ab. Man braucht nur in die Nähe eines Windrades zu kommen und schwuppdiwupp ist der Akku voll. Das funktioniert aber nur bei Fahrrädern. Ich parkte meinen Tesla einen Tag später direkt unter einer Anlage von Nordex und nichts passierte. Komisch. Es  ist hügelig und irgendwie seltsam. Wenn schon die gesamten Felder durch einheitliche Maisflächen verschandelt sind, stören doch irgendwie diese Spargelstangen, oder? Oder darf man sich freuen, weil man sieht wie Strom gemacht wird? Radioaktivität will ja auch keiner. Und die ist nicht sichtbar. Aber vielleicht sollte man die Windanlagen bunt anmalen oder für Werbung vermieten. Das würde sicherlich die Autofahrer auf der A33 verwirren. Das wäre fatal.

foto under cc-licence

Und irgendwie hat man Angst, dass so ein Rotorflügel sich einmal löst und man darunter begraben wird. In diesem Teletubbies Land schien die Sonne. Dipsy, Lala, Tinky-Winky sowie Nono den Staubsauger fand ich nicht, dafür aber den Grund, warum Paderborn so anders als Bielefeld ist. Denn hier lebt man seine ostwestfälische Geschichte. Rund um den Dom luden 100 Bierbänke der katholischen Landfrauenbewegung zum Verweilen ein. Leider musste man so eine Bank vorher für 100 Euro reservieren. Dann konnte man unter dem Segen des Bischofs dort ein kleines Landlustpicknick machen, mit Dixielandmusik und Schampus. Oder aber dem Pilgerbier. Gepilgert wird in Paderborn immer noch. Mit Mundorgel und Jesuslatschen kam mir eine Gruppe polnischer Jugendlicher auf dem Weg zur Marienkapelle Westernhausen entgegen. Kumbaya my lord und Laudato si, sind Songs, die zu jeder guten Pilgerpfad dazu gehören. Pfarrer Pitrjov Slomjiawich aus Kattowitz aß mit fünf Nonnen ein Eis, während ich dreimal an der guten Bäckerei vorbei fuhr. Dort bot man ein Brot an, was schon dreihundert Jahre alt war. Nicht das Brot, sondern das Rezept. Konnte es wahr sein? Mit original Zutaten von 1722? Das glaube ich nicht. Das war bestimmt ein Touri-Trick. Sonntags waren sie besonders lecker. Die Sonntagsbrote waren besonders begehrt, denn Domprobst Leon Iborius kam immer vor der Messe vorbei, bekam vom Bäcker immer einen frischen Brotlaib für seinen Leib und segnete die Bäckerei. Das bescherte dem Bäcker gute Geschäfte und den Käufern ein ewiges Leben. In dem schönen Städtchen Bad Lippspringe gab es mehrere Quellen. Die Arminiusquelle mit sehr viel Eisen, leicht bitter und schmeckte so, als wenn man sich seine eigene Wunde nach dem Einsatz eines Schälmessers leckt. In Nutella ist auch Eisen drin. Schmeckt aber besser. Und die Liboriusquelle. Da stand eine Schlange Menschen davor. Die füllten sich literweise das leckere Heilwasser in ihre Plastikflaschen. Der Andrang war zeitweise so groß, dass die Stadt das Abfüllen zeitlich begrenzte, damit die Nachbarn abends schlafen konnten. Aufpassen tat ein Denkmal.

Das Denkmal wurde dem Zukunftsseher und Visionär „Johannes Fischer“ 1835-1905 gewidmet. In Lippspringe nennt man ihn den „Mechanikus“ oder auch den „Lippspringer Spökenkieker“ Ein Spökenkieker ist ein Gespensterseher. Das ist doch sehr spannend. Leider findet man im Netz nicht viel über den Fischermann. Woran kann das liegen? Wird Johannes Fischer totgeschwiegen, weil er die Zukunft echt in Echt gesehen hat? Oder lag es an der Nichtbesetzung des Stadtschreibers von Bad Lippspringe im Rahmen der Bäderreform 1998. Irgendwer musste doch etwas über ihn. Der ehemalige Geschichtslehrer Herr Hofenmann, weilt mit seinem Camper am Lippesee. Ich konnte ihn nicht finden. Aber ich mache mich auf die Suche. Vielleicht war Johannes Fischer der Ursprungsgeber von Astro- TV oder von Käpt’n Blaubär.

Jahnplatztunnel

Der Jahnplatztunnel wurde Im Juli 1957 eröffnet. Er soll zukunftweisend für eine Großstadt sein. Klar, als über den Platz die Autos bretterten, hatte der Tunnel ja seine Bestimmung gefunden. Er war ein Tunnel. Und welcher Tunnel ist schon schön..die in der Schweiz vielleicht.

Aber warum lernt die Stadt Bielefeld? Warum ist man so wenig kreativ. Heute am heißesten Tag des Jahres sieht man wie wichtig der Tunnel ist. Kein Mensch wird bei 35 Grad vom Sportcheck zur Altstadt über die neue Wüstenei Ostwestfalens tapern. So muss man doch den neuen Jahnplatz nennen. Viel Beton. Also laufen alle schattensuchend durch den Tunnel. Und jetzt will man ihn zu machen. Unverständlich. Warum nicht als Fahrradparkhaus nutzen. Oder warum nicht doch dort einen Jugendclub aufmachen…nennen wir ihn Underground. Oder vielleicht doch mit guter Muttererde verfüllen und dann oben einen kleinen Wald pflanzen. Mit Ruhebänken und Musikpavillon. Eine Oase im Oberzentrum. Oder doch die Busse unten durchleiten. Oder vielleicht braucht man einen Bunker und vielleicht ein neues Trinkwasser-Reservoir?

Wie wäre es denn, wenn die Verantwortlichen von unserer Politik lernen. Das 9 Euro Ticket ist ein Renner. Wenn man den Ladeninhabern anbietet, dass alle Leistungen und Produkte 1 Euro kosten, stürmen die Massen den Tunnel. Der Kauf des Tunnels kostet doch bestimmt einige Millionen.

Das wäre doch toll. Nagelmodellage für einen Euro, eine Mantaplatte oder ein Weizenbier für einen Euro. Oder vielleicht als Wohnraum für einen Euro den Quadratmeter vermieten. Wie wäre das, wenn das Standesamt dort einzieht. Da kann man dann billiger heiraten als auf der Sparrenburg. Auch könnte dort die Stadtbücherei einziehen. Eine neue, kleine Kinderabteilung. Dort können dann die Eltern ihre Kids lesen lassen und dann alleine ohne quengelnde Kinder in der Altstadt bummeln und dort einkaufen. Das freut die Einzelhändler, die Kinder, die Eltern und den Kämmerer der Stadt. (foto under cc-licence)

Tennis

Minister Habeck sagt, wir sollen sparen. Erdbeeren und Spargel müssen nicht sein, kann man sich auch sparen und man spart durchs Selberpflücken. Man verdient auch bei mir im Garten. Für jeden Eimer Giersch, den ihr erntet zahle ich nen Heiermann. Ach das kenn ja keiner mehr. Ist ein Fünf Euro Stück. Mist, gibt es ja gar nicht.

Man kann auch beim Duschen sparen. Es gibt Menschen, die duschen mehrmals die Woche. Und sechs Minuten Duschen kostet bei einem Normalduscher 150 Euro Strom im Jahr.

Gut, dass es in Ostwestalen auch Orte der Sparsamkeit gibt. So z.B. den Publikumstag bei den Wortmann Open.

Eines der größten Tennisturniere Deutschlands. Ich war da und passte mit meiner Radlerhose nicht so in die Lacoste-Gesellschaft. Auf dem Center Cort spielten zwei junge Spieler ein Match im gleißenden Sonnenlicht. Alle drei Spiele wurden die Zuschauer auf ihre Plätze gelassen.

Dazwischen trennten eine Schnur und zwei Sicherheitsmenschen den Zustrom an Zuschauern. Im Tennis hat sich viel getan. Boris ist weg-geschlossen und ich bin älter geworden. Ich schaffe es kaum meinen alten Nacken zu wenden und dem Ball mit 200 km/h zu folgen.

Auch sind die Linienrichter weg. Die gab es doch in Wimbleton. Das waren Männer mit weißen Fahnen und blauen Jackets auf Stühlchen, die den ganzen Tag nur auf die Linie aufpassten. Ein Linienrichter wurde weltberühmt. Sir Peter Johnsonville. Mit seinem markerschütternden „out“  weckte er sogar die schwerhörige Tante von Queen Mom, die nach dem Genuß der heiligen Erdbeeren ins Mittagskoma fiel. Aber was denn heute los?

Wer schrie da immer „out“ oder „net“. Ich hörte es doch. Ach ja. Das war das Hawk Eye.

Die Linientechnik per Videoüberwachung. Auf jede Seitenlinie zeigten fünf Kameras ob ein Ball im Feld ist oder nicht.

 Aber warum schreit dann der Computer mit einer Männerstimme. Warum hat man nicht den Fortschritt gewählt, und lässt ein Candy-crush Geräusch los. Oder warum hat man nicht die Stimme von Boris Becker oder John McEnroe,
oder die Stimme eines seiner Kinder Emily McEnroe, Ava McEnroe, Kevin John McEnroe, Sean McEnroe, Anna McEnroe gewählt?

Meinetwegen auch Martina Navratilova. Oder das Geschreie von Sir Peter Johnsonsville. Wenigsten das ! Aber nein.

Und leider war kein Linienrichter da, sollte mal die Technik ausfallen. Au weh. Was dann?

So wie am 13.06.2022 umd 14.30 Uhr. Mathilda Schönefeld stolzierte mit ihrem riesen Magnumeis zwischen den Reihen umher. Sie war gerade in die Käfergruppe der Dreijährigen gekommen und war so von ihrem Eis fasziniert, dass sie über das Kabel des Hawk Eyes stolperte.

Der Tennisspieler erschrak und donnerte den Ball bis nach Babenhausen Süd, wo er in das gerade frischgebaute Gewächshaus meine Nachbarns flog.

Mathila Schönefeld schrie, weil ein Tropfen Blut an der Fingerkuppe war und das Eis hochkant auf den heiligen Rasen flog. Und das Hawk Eye war geschrottet. Was tun ?

Vater Schönefeld zuckte die Visa-Karte, aber man brauchte ja einen Linienrichter. Der Turnierleiter fragte im Publikum, ob denn Sportlehrer auf den Zuschauerbänken weilten.

Und tatsächlich. Herr Schnepel, Leiter der Sekundärschule aus dem benachtbarten Steinhagen sprang auf und meldete sich. Schnepel hatte seinen Leistungskurs angemeldet um das Problem der fehlenden Ballkinder zu lösen. Für eine Verlängerung der Ferien mussten die Kids nur die Tennisbälle den Stars zurückgeben. Nach jedem Spielsatz mussten die vier Ballkinder im Schweinsgallop in einer eigenen Choreografie über den Rasen fegen und den Stars sogar einen Sonnenschirm halten. Jeder wollte das beste Ballkind sein, bekam doch der oder die Beste (es gab sogar Mädchen) vom Sieger der Wortmann – Open ein gebrauchtes Schweißtuch. Berta Brankenstein, was letztes Jahr die beste Ballholkandidatin. Sie bekam ein Schweißband von Roger Federer, dem bestenTennisspieler der Welt. Roger rief Berta einige Wochen später an, was sie den mit den 5000 Euro gemacht hat, die im Stirnband eingenäht waren. Berta war kreidebleich. Das Stirnband hatte sie damals direkt bei Ebay für einen Euro an den Roger Federer Fanclub versteigert.

Heimat

Um die ganze Geschichte zu verstehen, muss man/frau die letzten beiden Einträge lesen.

Bünde – Downtown

Grundschulleererin L.Credi saß nun in Horn-Bad Meinberg mit einem Ladekabel für ein E-Bike. Der Akku des E-Bikes von ihrer Freundin LEG0, war alle und passte nur auf das Weihnachts-E-Bike aus dem Discounter von EL-DAI. Es war dunkel, aber L.Credi war mutig. Sie liebte es an den Wochenenden bei Freaks im Tecklenburger Land im Tiny House zu leben oder in Baumhäusern zu schlafen. Sie hatte einen Plan. Mit Solarbalkonanlage, Ladekabel und dem letzten Tropfen Bad Driburger Heilwassers machte sich  auf nach Altenbecken. Sie nächtigte im Hochstand von Förster Herbert Putlich, Revierförster im Bezirk Teuto 5, der sehr gut seinen Wald in Nadel- und Fadenbäumen unterscheiden konnte. Nach einer kalten Nacht, schnallte L.Credi sich das Solarpanel auf den Kopf und erreichte den Altenbekener Bahnhof gegen fünf in der Früh. Dort standen schon viele Pedelec-Fahrer mit leeren Akkus. Das war die Stunde von L.Credi. Um den ICE nach Bielefeld umzuleiten, musste sie den Bahnhofswärter, Holger Hustenbrink, mit 50 Euro bestechen.  Also malte sie wie Greta Thunberg (was macht die eigentlich?) ein Plakat in vereinfachter Ausgangsschrift. „Akku-Ladung mit dem Solarmodul. 10 Minuten 30 Euro. Dank eines Adapters der Firma Solarteck konnte so ein E-Bike in kürzester Zeit geladen werden. Das Geschäft brummte. Euro-Zeichen €€€€ waren in ihren Augen. Die Geldbörse füllte sich, während die Sonne ihre Arbeit tat. Was für ein Pfingst-Montag.

Leider hat das Schulministerium den Dienstag nach Pfingsten als Ferientag gestrichen und L.Credi musste zurück zur Schule, wollte sie doch ihre steile Karriere nicht gefährden. So gab sie Holger Hustenbrink, die 50 Euro, der ICE wurde angehalten und L.Credi fuhr mit 2000 Euro Reingewinn in das Oberzentrum Bielefeld. 

Kurz vor dem Einlaufen des Zuges kam die Durchsage des Schaffners. „ Der Bahnhof Bielefeld kann nicht angesteuert werden, weil circa 5000 Ostwestfalen mit dem 9-Euro Ticket unterwegs sind und die Bahnsteige überfüllt sind! Deswegen hält der Zug ausnahmsweise in Bielefeld Brake. Es dürfen aber aus Sicherheitsgründen nur fünfzig Personen aussteigen.“  Das störte Leererin L.Credi nicht. Ihre Geldbörse war ja voll.  Mit einhundert Euro kaufte sie sich Ausstiegsplatz 49. Denco Habbel, die auf diesem Platz war, nahm das Geld gerne. Auf den einundfünfzigten Platz rutschte leider Uli Forte, neuer Trainer bei Arminia Bielefeld. Er musste zu Fuß gehen. Oder das Bündnis Ostwestfalen fragen, ob er abgeholt wird.

Sollte Herr Forte am ersten Tag seiner Tätigkeit beim Sportclub zu spät kommen? Der Job wäre weg. L.Credi konnte damit leben. Sie wusste weder wer Uli Forte war, noch das man Fußball mit elf Leuten spielt. Wer war Uli Forte. Der 48-jährige Fußballlehrer kommt vom Schweizer Zweitligisten Yverdon Sport FC nach Ostwestfalen. Ich wusste noch gar nicht, dass Yverdon in der Schweiz liegt.

Aber auch Ostwestfalen hat viele Orte, die keiner kennt. Diese Dörfer gehören fest zum lippischen Landschaftsbild und zu meiner Heimat. Aber sie sterben aus. So gibt es schon Initiativen, wo Menschen mit Behinderungen einen Dorfladen aufmachen um dann subventioniert eine Grundversorgung für Oma Piepenbrinck gibt.  Es gibt einen Job. Der Dorfcoach! Neuer „Dorfcoach“ auf dieser Stelle war Thomas Cleve, ehemals Leiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Lippe. Er wurde pensioniert. Nun hat die 30-Jährige Laura Schuster den Job übernommen. Krass. So jung. Ich sollte meine Bitcoins in Ackerland umtauschen.

Akku

Das Schloss Brincke wurde 1351 erstmalig erwähnt. Nach dreißig km radeln machte ich dort einen Zwischenstopp und trank mit Freiherr von Korff genannt Schmiesing-Kerssenbrock ein Radler. Er erzählte mir, dass er eigentlich Graf ist „und Graf von Korff gen. Schmising-Kerssenbrock-Praschma“ heißt. Er lebt immer noch im Schloss. Jahrelang musste er als Bursche in Holzpantinen zur Dorfschule nach Borgholzhausen laufen. Socken gab es keine. Holzscheite mussten zum Heizen der Schule im Winter vom elterlichen Hof mitbringen. Das war Ok. Aber vor dem Weg zur Penne, der eine Stunde dauerte, mussten die Kühe gemolken werden. Das waren noch Zeiten. Aber das brachte mich auf die Idee, wie Freundin LEGO aus Horn-Bad Meinberg mit leerem Akku

(siehe  https://gerwin.home.blog/2022/06/04/fahrrad/ )

zurück nach Hause kam. LEGOS Freundin war L.Credi (hier empfiehlt es sich meinen ganzen Blog zu lesen). L.Credi war Grundschuleleererin und wusste nicht, was sie Pfingsten machen sollte.

Ich gab ihr folgenden Tipp. Plane doch mal deine nächste Klassenfahrt. „Und da du ja immer mehr nachhaltiger leben willst, machst du die Reise nicht mit dem Dreamliner, sondern ihr wandert von Jöllenbeck zu den heimischen Externsteinen. Dabei macht ihr einen Abstecher zum Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo.Dort holt ihr einen Akku ab,“ tippte ich in mein Telefon. Gegenüber vom Hexenbürgermeisterhaus wohnte LEGO. LEGO war Lipperin und hatte sich zwei E-Bikes beim Discounter zum Preis von einem Bike gekauft. Jetzt konnte dies LEGOS Lösung sein, hing sie doch in Horn-Bad Meinberg auf dem Bahnhof und hatte keinen Saft mehr im Akku. Diese sollte dann L.Credi abholen. Als Tipp gab ich L.Credi noch den Tipp, sich ihre Balkon-Solaranlage auf den Kopf zu schnallen, um damit den Akkumulator zu laden.

Was für segensreiche Pfingsten für alle. L.Credi kam nach neun Stunden in Horn-Bad Meinberg an. Sie hatte Kopfschmerzen ob der schweren Solaranlage auf dem Kopf und Hüftprobleme, weil der Akku zehn Kilo wog. Aber das E-Bike konnte geladen werden.  LEGO wollte aus ihrem Rucksack eine Merci-Schokolade kramen, die sie für solche Fälle immer mit hatte, da verfingen sich ihre Finger in einem Kabel. „So ein Mist….ich hatte doch das Ladekabel  für das E-Bike mitgenommen. Du hättest gar nicht kommen brauchen! Trotzdem Danke und viel Spaß in der Merci-Schoki“

 L.Credis Laune wurde schlechter.

Und noch einmal schlechter, als LEGO sich auf das E-Bike setzte und die nächtliche Heimfahrt nach Lemgo antrat. Da L.Credi also mit einen Ladekabel und einem leeren Akku auf dem Bahnhof. Der letzte Zug war weg. „Fahren Sie nach Altenbeken weiter“, empfahl Peter Happel, Bahnhofvorsteher. Dort fahre eine private Bahn. Die Mitarbeiter verdienen nicht so viel und sind vielleicht für ein kleines Zubrot dankbar. Die halten dann auch den ICE an. Kostet fünfzig Euro. Aber die machen das. Bis Altenbeken waren es aber noch einmal fünfzehn Kilometer durch fichtentoten Wald bei 8% Steigung.  L.Credi wusste was zu  tun war.

Fahrrad

Ich liebe es mit dem Rennrad den Jostberg hochzufahren. 1498 wurde das Jostbergkloster von Franziskanern gegründet, jedoch schon 1511 aufgrund von Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung und wegen der zu großen Entfernung zur Stadt an den heutigen Klosterplatz in die Altstadt verlegt. Das Gebäude am Jostberg, von dem heute nur noch die Grundmauern erhalten sind, war bereits in der Mitte des 16. Jahrhunderts verfallen. Komischerweise finde ich auf dem Weg immer Steinchen. Sollte ich anhalten und nachsehen, ob sich Spuren mittelalterlichen Lebens darin verbergen? Nun ist bald Pfingsten. Geburtstag der Kirche, oder besser einer Bewegung. DIE Kirche gibt es ja nicht, es ist eher eine Bewegung. Es gab sogar die Bikonfessionellen. Jedenfalls in Bielefeld. 1542 wurde in Bielefeld die Reformation eingeführt,  da gab es aber eine kleine Schar von Katholiken, die dann im Herzen Bielefelds seelsorgerlich betreut wurden. Etwas später, im Jahr 1612 gab es in Bielefeld ein großes Erdbeben und einige Zeit später wurde die Sparrenburg von holländischen, spanischen, schwedischen und französischen Truppen besetzt. Komisch, davon ist Bielefeld nix mehr zu spüren. In Köln waren ja auch Allerweltsbesetzer und haben das Stadtbild und das Lebensgefühl mitgeprägt. Aber in Bielefeld? Hier ist man stur, hartnäckig und absolut beständig. Aber zurück zum Fahrrad. LEGO, Freundin von L.Credi Grundschullehrerin aus Jöllenbeck hat ein E-Bike. Natürlich nicht so ein High-Bike wie ich es habe. LEGO war Lipperin und die sind sparsam. Manche sagte auch geizig. So kaufte sie beim Discounter El-DAI zur Weihnachtszeit zwei Bikes für den Preis von einem Fahrrad. Was sie mit dem zweiten Rad sollte, wusste sie auch nicht, aber man weiß ja nie.

LEGO checkte den Akku. Mit der Batterieleistung würde sie gerade bis zu den Extersteinen kommen. Von da könnte sie dann mit dem Zug zurückfahren. Das machten doch alle. Es war schon der 4.6. und vom Neun-Euro Ticket waren also schon drei Tage ungenutzt. Dreimal dreißig Cent. Puh… für eine Lipper schon ein krasser Geldverlust.  Sie radelte also zu den weltberühmten Steinen, genoss den Tag in der Sonne und machte sich auf zum Bahnhof. Sie hatte gut geplant. Im Akku war noch Saft, um vom Bahnhof Lemgo in die hiesige Schloßallee zu kommen. Aber als sie zum Bahnhof kam, geriet sie in Schockstarre. Stand da doch recht groß: „ Aufgrund des großen Andrangs werden nur genau zwei Fahrräder transportiert!“ Au weh! Und da standen dutzende Pedalieros, die in die Heimat wollte. „Haben Sie denn nicht reserviert?“, frage der Ortbahnhofsvorsteller Peter Happel, als er LEGO weinen sah. „Bei mir bekommen Sie eine Reservierung, aber die sind bis zum 3.Oktober ausgebucht!“

LEGO wollte dem Mann fünfzig Euro in die Hand drücken, um mitfahren zu können, aber Peter Happel war Staatsdiener und war sich bewusst, dass Vorteilsnahme im Dienst in den Knast führt. „Fahren Sie nach Altenbeken weiter“, empfahl Peter Happel. Dort fahre eine private Bahn. Die Mitarbeiter verdienen nicht so viel und sind vielleicht für ein kleines Zubrot dankbar. Bis Altenbeken waren es aber noch einmal fünfzehn Kilometer durch fichtentoten Wald bei 8% Steigung. Was sollte LEGO machen? Ohne Motor nach Hause fahren? Nach Altenbeken radeln? Ihr Fahrrad verkaufen und in der Holzklasse reisen?

Verzweifelt rief sie mich an. Ich war gerade auf meine täglichen 50 km Hausroute am Wasserschloss Brinke mit dem Biobike. Was sollte ich ihr raten?

Spülmaschine

Heute habe ich ein neues Produkt gekauft. Es kommt aus Österreich
und ist ein Tab, eine Tablette für die Spülmaschine. Die Verpackung schrie
mich förmlich an. Die Verpackung hatte sogar eine Art Taille,
sodass ich sie gut packen konnte. Und dann stand auf dem Reinigungsmittel:
palmölfrei, chlorfrei, phosphatfrei, zuckerfrei
und vegan. Zudem mit Krustenlöser, wasserlöslicher Folie und Aktivsauerstoff.
Glas- und Dekorschutz inklusive. Inklusiv war auch die Braille-Schrift
für Blinde auf der Verpackung. Krass, aber ich wollte das Produkt doch
nicht essen!? Schaut jemand beim Putzzeug darauf, ob es vegan ist?
Vielleicht der Sherpa Kami Rita, Er ist zum 26.Mal auf den Mount Everest
geklettert und setzt sich für einen sauberen Gipfel ein. Kamil ist
bereits 52 Jahre alt und es beweist sich mal wieder die Tatsache,
dass Höhenluft und vor allem leckeres Himalayasalz jung hält. Vielleicht
sollte man das Himalayasalz auch den Spültaps zufügen, dann hält die
Spülmaschine länger. Oder vielleicht sollte man diesen Claro.at-Tab
(oh Mist… das ist nun Werbung) einfach mal zum Frühstücksdrink postulieren.
Ein weiterer Krustenlöser wurde mir auf Youtube gezeigt.
Man braucht das dreckige Geschirr einfach auf den Rasen des Gartens legen.
Insekten und die apokalyptische Hitze Ostwestfalens sorgen für einen
schnellen Abbau von Speiseresten, fördern die Artenvielfalt und schonen
den Wasserspiegel.


Wer regelmäßig meine Geschichten liest kennt Eddy.. Musikant im Bielefelder Streichquartett und regelmäßig mit der Fiedlerin Ariadne im Focus der Bielefeld Kulturszene. Er war auf dem Weg von Italien nach Bielefeld.
Er musste ein Problem mit der Mafia lösen und die fette Schwester Paloma nach Bielefeld bringen. Leider ist Eddy nun im Krankenhaus. Er hatte fast 1000 km hinter sich,als er kurz vor Stukenbrock über einen Haufen Elefantenmist stürzte, die Bimbo, Leitelefant des Safariparkes mit seinem Rüssel auf den naheliegenden Fahrradweg schmiss. Nun ist das Schlüsselbein gebrochen. Der Musikschlüssel ist noch heile. Wer aber wird ihn nun beim Streichen ersetzen? Zum zehnten Mal wird die Teich-Oper Russalka gespielt. Eddy mochte das Stück eh nicht. Vielleicht ertrinkt Russalka nun im Teich.

Stoff

Ab Juni soll das 9-Euro-Ticket in ganz Deutschland gültig sein: Wer es hat, kann damit dann den Nahverkehr überall in der Bundesrepublik nutzen und so besonders günstig pendeln, verreisen oder Freunde und Familie besuchen. Doch mit den ersten Buchungen kommen auch Fragen: Offenbar sind einige Regionalzüge doch nicht mit dem Ticket befahrbar. Welche sind das und warum? Von Sennestadt nach Hillegossen geht es aber doch. Ich werde mich heute Nacht auf die Lauer legen und um 0.11 Uhr den Regionalexpress nach Erkekenz testen.  Man kann sogar nach Engers fahren. Nicht Enger! Engers! Dort kickt Arminia. 4:34 H oder 4:50 H Bahnfahrt bis Engers bei 3 bis 4x umsteigen. Und das alles für 9 € hin und zurück… macht 9 Stunden oder auch 540 Minuten im Regio und 120 Minuten Fußball, weil das Regionalligateam bis zur 119 Minute kämpft. Dann wird das Spiel mit dem goldenen Tor von Sergio Rantabill, Stürmer und im Privatleben örtlicher Fleischer,beendet.

Engers zieht in die zweite Runde ein. In die nächste Runde ist auch die neue Bielefelder Brauerei eingezogen, standen sie auf dem Leinewebermarkt mit neuem Layout.

Wow, wie wäre es, wenn im Stadion Alm eine lokale Brauerei den Gerstensaft ausschenkt. Dann wäre Arminia noch kultiger. Kultig kann das Leineweberfest zum Andenken an Johannes Gutknecht, Leineweber aus Jöllenbeck auch werden. Aber wie? Balletmäuschen und Judokämpfer*innen werden Bielefeld nicht in eine Live-Sendung am Samstagabend hieven. Vielleicht ein neue Form am Kesselbrink? Vielleicht eine Wetten-Das – Show mit Thomas Gottschalk auf der Skaterbahn?

 Oder ein Ratespiel um Webstoffe? Da fand am Leinewebersonntag ein holländischer Stoffmarkt auf dem Kesselbrink statt. Ich war überrascht. Holland? In Bielefeld? Ich sprach den Mann in Holzpantoffeln und Fischerhemd an. Mit einem schönen blauem Schal und einer Pfeife sah er aus wie Piet van Beuteren, Marktschreier aus dem niederländischem Dorf Schwerningen. Als ich ihn ansprach, antwortete er mit Berliner Schnauze, dass er sich nur für die Kunden so angezogen hat, aber eigentlich aus Schwolow kommt. Keiner konnte mir sagen, warum ein Stoffmarkt holländisch ist. Wenn es wenigsten frischen Matjes gibt. Ok, wenn man auf dem Kesse Stoff anbietet, der das Bewusstsein bereichert, kann ich es verstehen, aber ich fand süße Eulenstoffe und Markisen-Prilblumenvorlagen und Schnittmuster für Schürzen,  leider kein Weed. Ich bin dafür, nächstes Jahr auf dem Kesselbrink ein mallorcinisches Dorf aufzubauen, die Kirmes darum zu arrangieren und in der Altstadt eine ostwestfälische Kulturmeile zu etablieren, denn auch Bielefeld wird immer wärmer. Vielleicht gilt das 9 Euro Ticket dann auch für die Achterbahn, die dann vom neuen Schüco-Hochhaus durch das Loom bis hin in der weltberühmten JahnPlatz-Passagen führt.

Leinewebermarkt

Warum heißt ein Theaterstück über das Altern eigentlich „Falten“. Das frage ich mich. Jedenfalls waren im Bielefeld Kulturpalast fast nur Frauen. Ich war dabei, weil meine Frau mal wieder etwas Kulturelles machen wollte. Ich habe einige Anregungen bekommen und eine Schauspielerin bleib mir noch lange im Bewusstsein weil sie meinte, mit 25 Jahren alt zu sein.

Vielleicht sendet sie mir mal ein Autogramm. MANN soll ja über sein Leben nachdenken. Also fangen wir an. Zehn Wochen malat sein und zwei Coronaerkrankungen später starte ich wieder Rennradfahren und denke über die Zeit nach. Ich habe die 50 km in weniger als 1Stunde und 40 Minuten geschafft. Aber mit einer Trinkpause. Das muss besser werden!  Auf dem Acker zwischen Theenhausen und Borgholzhausen stand eine Lichtgestalt, ein Engel? Mitten auf dem Feld. Er zeigte mir ein Metermaß. „Das ist dein Leben“, sagte die Figur und fingerte mit Bandmaß und Schere herum. Durchschnittlich werden Männer in Deutschland 83 Jahre alt. Er schnitt 17 Zentimeter vom Metermaß ab. Dann entfernte er die 56 cm meines bisherigen Lebens, wobei die ersten Jahre der Mensch eh dumpf herumhängt, anders als die Eintagsfliege, die sofort losschwirrt.

Dann bleiben 24 Jahre über. Da ich mit kaputtem Bein zur Risikogruppe zähle, ziehe ich mal vier Jahre ab. Blieben 20 Jahre über.  Das sind 7300-mal „Guten  Morgen“ sagen, ungefähr 43600 Toilettenspülungen und circa 1000 Wochenshows mit Oliver Welke. Das war es dann. Und war das schlimm? Musste man deswegen sein Leben ändern, wenn der Zenit schon überschritten war? Morgen gehen wir zu einer neuen Gruppe. Zwischen Arbeit und Ruhestand sammeln sich 50 bis 67 Jährige Silbernacken, um gemeinsam die Zeit für das Leben nach der Arbeit zu planen. Wahrscheinlich bin ich der jüngste Senior. Welches T-Shirt soll ich tragen? Das mit den Sex Pistols oder Homer Simpsons drauf? Mein Roland Kaiser – T-Shirt nahm ich zum Putzen. Mit meinen ON-Sneaker und dem Superdry-T-shirt war ich wirklich nicht in der Kerngruppe. Das achte mir nicht viel aus, denn ich stehe in Saft und Kraft. Ich bekam von 단비 공원 Dambi Park, hübsche Besucherin des Leinewebermarktes noch drei Kontakte für Stadtführungen. Ich machte mich mit dem Biobike auf, um die aktuelle Leineweberroute zu erstellen. Wow, Sieben Euro für ein Fahrgeschäft. Ich stoppte die Uhr. Das Karussell ging 4 Minuten. Es saßen vier Gäste im Karussell. Das macht dann Sieben mal viermal fünfzehn. Macht also 420 Euro Umsatz in einer Stunde. Hinter dem Fahrgeschäft versuchte ein junger Mann mit Klampfe die Zuhörer mit seinem Song zu begeistern. Es lauschten 12 Gäste. Der Song bestand nur aus dem Wort Sch*****. Ich musste dann doch nach Hause radeln. Die Leineweberrunde musste neu berechnet werden. Und der Leinewebermarkt muss anders werden. Die Altstadthändler schimpfen. Bald mehr

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