Laterne

Noah Archholz war traurig . War seine Mission gescheitert?

Seine Eltern entschieden vor 20 Jahren, ihrem Sohn diesen biblischen Vornamen zu geben. Noah war Erzieher im Kindergarten „Spechtloch“ im Bielefelder Osten. In seiner „Meisengruppe“ waren zehn verschiedene Nationen vertreten. Die Kinder kamen von überall her. Die Vornamen Mia, Leon, Paul, Ben oder Elia kamen in seiner Gruppe seltener vor. Jabala, Nourisa, Shabeata und Narven waren Namen, die er neu lernen musste. Noah aber wollte die Welt retten. Das entsprach auch seinem Vornamen. Noah und die Arche.

Jabala, Nourisa, Shabeata und Narven wohnten in Bielefeld und die anderen Kinderlein sind Bielefelder Bürgerkinder und sollen später mal seine Rente sichern. Also war es Noah wichtig, dass die Kinder sich in Deutschland wohlfühlen. Dazu war es auch wichtig, die deutschen Riten und Gebräuche kennen zu lernen.

Noah ging früher zu St.Martin von Haus zu Haus und sang:

„Ich bin ein kleiner König, gebt mir nicht zu wenig! Gebt mir einen Silberling, der froh in meiner Tasche klingt!“ So konnte Noah in frühen Jahren in einen globalen Aktienfond investieren und verfügt jetzt schon über eine ansehbare Rendite. Die Geschichte von St.Martin sollen alle Kinder kennen. Und natürlich die Geschichte vom anderen Martin. Dem Luther-Martin.

Also musste Noah Laternen basteln und die Story vom alten Martin erzählen. Am besten von beiden Martins.

Er bastelte natürlich Laternen aus alten Milchkartons, die leider etwas stanken. Aber egal. Kostet ja nix.

Er wusste noch nicht, was er vom neuen Laternen-Schlager halten sollte. „Komm wir woll‘n Laterne laufen“—grammatikalisch fragwürdig. Aber ein schräger „Süßes oder Saures“ Schrei mit Stephen King-Maske war nicht die wirkliche Alternative. Für die finale Fertigstellung der Laternen brauchte Noah einen Sekundenkleber. Noah radelte in die Stadt. Er wollte den Karstadt unterstützen. Da gab es immer alles.

„Nein“, sagte Berta Bartmeier, seit 1956 Urgestein des Karstadtkonzern: “Sekundenkleber ist ausverkauft. Seitdem die Klimaaktivisten sich damit auf den Ostwestfalendamm festkleben, ist der leider ausverkauft. Ich könne ihn aber bestellen.“

Echt? Warum soll Noah zum Karstadt gehen, wenn er die Sachen selber bestellen kann.

Er hasste den Fluss Händler. Clever, dass der größte Warenkonzern nach einem Fluss genannt wurde. Die Waren kommen in den gleichmäßigen Fluss zum Konsumenten.

Also checkte Noah bei Amazon, ob es Sekundenkleber gibt. Ja, schweineteurer! Noah musste bei der Bestellung sogar seinen Personalausweis einscannen. Damit die Fahndungsbehörden ihn schneller finden können. Eine zeitgleiche Bestellung von Tomatensuppe war nicht möglich. Aber er wollte doch nur Laternen basteln und sich nicht festkleben. Noah klebte oft fest, weil die Kindergartenkinder irgendwie immer am Kleben waren.

Wie kamen die Aktivisten überhaupt darauf, sich „die letzte Generation“ zu nennen?

Hallo? Noah war Erzieher und sah in Jabala, Nourisa, Shabeata und Narven die Zukunft! Dafür war Noah geboren. Sollte er die Hoffnung verlieren? Aufgeben? Es wird noch viele Generationen geben. Das war Noah klar. Diese werden nicht mehr zum Erholen nach Mallorca fliegen, sondern die Spanier kommen zum Erholen nach Babenhausen Süd. Es wird sich etwas ändern auf der Welt. Aber war das nicht immer so? , und wieso kleben sich verzogene Jugendlichen aus der deutschen Bildungselite an ein Bild von Van Gogh? Wissen die nicht,  was ein Gogh wert ist? Was hat Vincent mit dem Klimawandel zu tun? Er war doch der erste Klimaaktivist oder wie kann man seinen wilden Farben im Himmel seiner Bilder aus Holland sonst interpretieren. Noah war der Ansicht, die „letzte Generation“ sollte man im Louvre einfach vor der Mona Lisa kleben lassen. Nach einiger Zeit drückt die Blase oder die Füße schlafen ein. Dann sollte man sie dort kleben lassen. Und dann als letzte Generation als Mumien ausstellen. Er als Menschenfreund konnte sich diese Aktionen nicht vorstellen und setzte auf die „Nächste Generation!“. Dafür war er Erzieher. Aber der Wissenschaftssender seines Vertrauens enttäuschte ihn. Im Radio berichteten sie, dass es bis zu 1000 Jahre dauert, wenn man ab sofort weltweit kein CO2 mehr emittiert, bis die Welt wieder so ist wie ….früher!

1000 Jahre!? Wahrscheinlich wird es noch länger dauern. Vor den Küsten Afrikas wurden neue Öl- und Gasfelder entdeckt, die die Welt locker mehr als 100 Jahre mit fossiler Energie versorgen könnte.

Leider haben die armen Länder nicht die Infrastruktur, die Bodenschätze zu bergen. China steht bereit!

Was war vor 1000 Jahren? Was war im Jahr 1022? Bielefeld gab es noch gar nicht.

Zu dieser  Zeit machten sich die Wikinger auf, ein Handelsreich zu gründen. und circa 1001 ist es Leif Eriksson, der als erster Europäer seinen Fuß auf amerikanischen Boden setzt.

Die größte Stadt in Deutschland war Köln mit 10000 Einwohnern und 90 Prozent der Germanen lebten auf Dörfern, im kalten Teutoburger Wald bei Wassersuppe und feuchten Lehmhütten und mit Ende vierzig war man schon tot. Frauen früher.

Was wird in 1000 Jahren sein. Noah wusste es. Er bastelte an seiner Arche.

Leider haben die armen Länder nicht die Infrastruktur, die Bodenschätze zu bergen. China steht bereit!

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