
Bewegung tat gut. Besser als auf Ibiza zwischen Caipirinia und Jägermeister auf meiner Calvin Klein Liege zu dösen, laufe ich durch den schönen Wald. Meine Sehne ist immer noch durch und wird erst in sechs Wochen geflickt. Wichtig war es also, meine Beine in Schwung zu bringen. Das gelang! Fitness im Schwarzwald.
Und ich habe einen Freund gewonnen. Privat-Kommissar Bröker.
Bröker ermittelt in sechs Fällen im Auftrag des Pendragon Verlages in Bielefeld.
Mann, der Mann ist sympathisch. Ich habe im Freibad in Kirchrechenbach seinen letzten Fall lesen dürfen. Bröker war mir sympathisch. Mit 24,5 kg zu viel auf den Rippen, mischte er die Bielefelder Krimiszene auf. Ok, die Stories waren durchaus ein wenig durchschaubar, aber Kommissar Bröker ging mir nicht aus dem Kopf. Ich stellte ihn mir auf der Alm, in Olderdissen und im Karstadt-Restaurant vor.
Für mich sah er aus wie Axel Prahl. Er war Axel Prahl. Kleines Bäuchlein und vielleicht etwas verpeilt. Das fand ich gut. Und immer, wenn ich nun über die Wüstenei Jahnplatz laufe versuche ich ihn zu entdecken. Bröker hatte schon sechs Fälle gelöst. Konnte er auch schaffen, denn er ging nicht arbeiten und lebte vom Erben seiner Eltern. Wie schön.
Vielleicht konnte er auch meinem Freund Peter, dem Picker helfen. Oder das verschwundene Mädchen suchen, welches eigentlich in vier Wochen in die Lindendorffschule eingeschult werden sollte.
Oder meinen kriminellen Freund aus Italien. Liebe Leserschaft, einfach mal die Geschichten von Beginn an lesen.
Bröker aber steckte im 7.Fall. Wo er war, sagte er nicht. Also hatte ich noch Zeit in Frankfurt mir die Stadt des Adlers anzuschauen.
Der Abstecher nach Frankfurt war spucky..aber lebenswichtig. Weil ich rechnen konnte und dem Bielefeld-Bürgermeister einen Vorschlag für die klamme Stadtkasse zu machen.
Für neun Euro konnte man einen Monat lang durch Deutschland fahren, oder auf den höchsten Turm Frankfurts fahren. Und das in zwanzig Sekunden. Also 20 Sek.- mal 3 –mal 6 ergibt malgenommen mit 18 Personen in der Gondel in einer Minute:162 Euro in der Minute. Den Stundenlohn wollte ich gar nicht ausrechnen.
Warum hatte die Sparrenburg nicht so einen Aufzug? Oder warum gab es keine auf dem Jahnplatz, auf dem es aus toxischen Gründen verboten war, den Straßenbelag abzulutschen. Eine Aussichtsplattform auf der Alcina Uhr wäre doch toll.
Dann ging es zum Römer. Asterix sah ich nicht. Hallo… der ist aber klein. Der Römer. Wenn Arminia mal Deutscher Meister wird, stürmen wir den Alten Markt. Was Frankfurt kann, schafft Arminia auch. Vor Pit Clausens Heimatbalkon passen sicher 100.000 Menschen. Das schaffen wir.
Dort aber sprach mich ein junger Mann an, dass sein Leben in Gefahr sei. Für mich gab es zwei Optionen, a. ich zeigte ihm, dass Arminia ein erfülltes Leben geben kann oder b. ich den Sozialdienst der katholischen Frauen in Frankfurt zwischen Bürgerking und Mäcdonalds informieren konnte. Die Schwestern des Herrn hatten zwar Schichtdienst, aber ich hoffe, eine Gesalbte des Herrn konnte ihm helfen.
Ich musste weiter und war in Gedanken immer am Jahnplatz. Warum gab es dort nicht die beste Küche Ostwestfalens. Denn laut der rot-grünen Regierung in der Stadt sollte er in eine italienische Piazza verwandelt werden. Dazu gehören für mich edle Boutiquen und Edelküche. Es gibt aber dort:
Junkfood1: Hamburger
Junkfood2: Pizza
Jung-food3: Mantaplatte
Jung-food4: Asia-Nudel-Boxen
Hey, wie soll dann Bielefeld gesund werden?
Ich brauchte eine weitere Auszeit und quartierte mich für zwei Nächte bei einem Spitzenkoch in der Rhön ein. Hammer, ich habe noch nie so lecker gegessen. Es gab Zunge, Fisch und Bäckchen von diversen Tierchen. Dazu alle Spitzenweine… einer war aus Bielefeld…. Johannesberger Steillage … Meine Geldbörse war leer – mein Magen schwelgte in Ochsenbäckchen-Träumen.
Das Frühstück war eine wahre Schlaraffenland-Partie.. In Bielefeld dauert mein Frühstück 35 Sekunden. Dort 3600 Minuten mit Köstlichkeiten aus Wald und Flur. Sehr gut. Und weil ich ja vom Sponsoring lebe, verweise ich sehr gerne auf die Rhöner – Botschaft.
https://www.rhoener-botschaft.de/wohnzimmer/
Dort gab es einen Schinken, der so weich war, dass er auf der Zunge schmolz. Herr Wenzel machte ihn. Ich hoffe, er eröffnet einen Online-Shop.
.https://www.fleischerei-wenzel.de/
Gut genährt und gestärkt ging es zurück nach Bielefeld. Dort wartete Peter Hagenfroh auf mich. Und auch die Schlagzeilen um den Jahnplatz wurden mehr. Man stellte fest, dass dort Bänke für ältere Menschen fehlten und das der Asphalt schneller verdreckte als man dachte. Man hatte Angst vor den Roten Teufeln aus Kaiserslautern, die beim nächsten Fußball-Spiel in Bielefeld, den Platz mit roten Satanfratzen besprühen wollten.
