Manuel

Was für ein perfektes Ostern 2022. Meine Frau säuselt OM im Yogatempel Schloss Schakrenglück und in Bielefeld scheint die Sonne. Ich bin schon morgens um 7.00 Uhr zur Alm gestiefelt, habe dort sechs Stunden auf Herrn Schnepel gewartet, um die Reisbällchen zu verticken. Dann ging es los. Durch die Influencer L.Credi und Ariadne und meinem neuem Partner Imbiss Fritz, hat es sich herumgesprochen, dass es für alle Homies ein tolles Angebot gibt. Die Reisbällchen waren sofort ausverkauft und nun kam der Hammer. Manuel Neuer kam nach dem Spiel zu mir und sagte: „Ich habe dich lieb! Wenn ich in Pension bin, dann werde ich Hauptaktionär beim Reisbällchen.de. Du bekommst eine VIP- Lounge in München und wirst mein persönlicher Ernährungsberater. Und wenn du im Winter 2022 noch einmal operiert wirst, dann wirst du mein persönlicher Assistent bei der Fußball- WM in Katar!“ Dann bist du ja krankgeschrieben und unter der Sonne der Emirate heilt es sich besser. Hammer! Der große Manni Neuer. Ich scheiße auf die Menschenrechte in Katar. King Manni is my Bro.


Der Bruder von L.Credi ist Bazi-Fan. Nebenbei versucht er die Einsatzpläne von LehrerInnen in einer Sekundärschule zu koordinieren. Stündlich ruft er an, weil er das signierte Trikot von King Manni haben will, den er mir mit Blutflecken unserer Arminia schenkte- Es war eine Mega-Schlacht – Von wegen! Never. Nein, Bruder von L.Credi, werde du erst einmal so alt wie ich. Dann kannst du die heiligen Hallen der Kollwitzstraße hochkriechen und fragen: „Kann ich das sensationelle Neuer-Trikot mit den Blutflecken unserer Ikone Fabian Klos für 100 Euro kaufen?“
Nein. Es kostet 10000 Euro. Basta. Nachdem wir beim Bielefelder Elch noch einen Schädelmeister tranken, fuhr ich mit Mobiel nach Hause. Mobiel…. Liebe Nichtbielefelder… Wer kann sich so einen blöden Namen ausdenken. Wenn „mobiel“ die Schüler in Ubbedissen-Nord im Diktat als Inbegriff „Beweglichkeit“ mit „IE“ schreiben, darf dies nicht von Gabriele Gabelfuß, Lehrerin, 56 Jahre, beanstandet werden. Mobil mit Mobiel.
Es war Zeit für den Kassensturz. Sergio Feta wartete. Beim Wort zum Montag checke ich alle Zahlungseingänge. Und nach Abzug aller Kosten hatte ich 159.000 Euro eingenommen. LEGO war happy, L.Credi berühmt, Ariadne freute sich auf Eddy, Mariella Martini, Pizzabäckerin war glücklich, weil der Vesuv nicht ausbrach. Die Gläubigen in Palermo sind selig und Sergio stinkereich. Eddy staunte über 1500 km auf dem Nature-Bike, meine Gattin jauchzte im Yoga-Retriet weil es eine Abwechslung zum Schneegestöber war und ich gönnte mir frittierte Hühnerfüße von BC – Cain mit Reisbällchen.
Nach dem Spiel und vor dem Tatort überwiese ich Sergio die 100.000 Euro. Die übrigen 59000 Euro transferierte ich auf das Fördervereinskonto des Reisbällchenclubs Sennestadt-Süd, dessen 1.Vorsitzender ich war.
Nun fängt ein neues Leben an. Ostern, das Fest der Auferstehung, der Erneuerung, der Ewigkeit. Ich will neu durchstarten und werde nun das Thema „Paloma und Sergio“ abschließen.
Doch so einfach ist es leider nicht. Sergio hat Paloma wirklich in Beton gegossen und im Mittelmeer versenkt. Doch Eddy, der Edelmensch konnte sie in letzter Sekunde retten. „Paloma, fette Schwester von Siegesmund Hasenkötter, du hast es verdient weiter zu leben. Setze dich auf den Gepäckträger meines Viktoria-Rades und ich bringe dich nach Ostwestfalen. Siggi und der Schreiberling und du müssen ihr Leben neu organisieren, “ rat Eddy und packte die fette Schwester auf die VAUDE- Packtaschen. Lieber Leser, das Kapitel ist nun beendet. Denn es sind alle glücklich. Es wird einen neuen Abschnitt in meinem Buch geben. Seit gespannt und behaltet im Hinterkopf: a) wo sind Siegesmund Hasenkötters Münzen und b) was will Paloma? Ostern ist der Tag der Auferstehung und so wird es ein neues Kapitel geben.

Karfreitag

Karfreitag

„Hast du die Münze?“ frage Sergio Eddy, der nun in Palermo angekommen war. Eddy war heilfroh, endlich diese vermaledeite Münze abzugeben. Er schraubte sie aus der Klingel und im Monetrarium befestigten die Brüder die Münze an das Kreuz für die Prozession. Paloma war auch da. Mit rotem Lippenstift. „Man, du stinkst, Mann“, brüllte Paloma über den Platz. Kein Wunder. Würziger Männerschweiß und der Duft des Ricottas, der nun zu einem Berg- und Talkäse getrocknet war, umhüllte Eddy meilenweit. Für Eddy war es gut, eine Pause zu machen. In Bielefeld ist der Karfreitag immer so ein trüber Tag. In den Gottesdiensten damals saßen am Tisch des Herrn immer Brüder in schwarzen Anzügen. Warum muss das so traurig sein, man kennt doch die Geschichte und weiß, dass alles gut wird. RTL zeigte die Passion Christi im Fernsehen mit Reiner Callmund an der Frittenbude. Das ist doch mal innovativ. Wer weiß, nächstes wird die Passion Christi dann von den Malediven gestreamt. In Holland funktioniert dieses Format schon seit zehn Jahren. Es ist grau draußen und selbst die Frittenbude meines Vertrauens hat zu. Meine Gattin ist auf dem Weg zu Ihrer Yogawoche und ich überarbeite meine Gedanken und meinen Kontostand, weil ich bald Sergio auszahlen muss.

Da klingelte es an der Tür. L.Credi brachte mir eine Gaskartusche. 11 KG Propangas… Wenn der Russe kommt… so sagte man früher…. Ich kann nun auch im Garten kochen und werde am Ostersamstag meine Nachbarin Bettina Brachtendock mit dem Gasgerät beim Reisbällchenbacken unterstützen. Alles wird gut. Die Götter von der Alm werden den bayuwarischen Spranzen die Lederhosen ausziehen, ich mache das Geschäft meines Jahres und kann die Geschichte um Siegesmund, Paloma und Sergio endlich vergessen.

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